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29.01.2003

08:18 Uhr

Hohe Ausgaben für die Sicherheit

Bush vor Rekordhaushaltsdefiziten

US-Präsident George W. Bush dürfte der Öffentlichkeit am kommenden Montag Haushaltsvorlagen für 2003 und 2004 mit Rekorddefiziten präsentieren. Bushs Etatdirektor Mitch Daniels sagte am Dienstag in Washington, der Fehlbetrag für die Haushaltsjahre 2003, das am 1. Oktober 2002 begonnen hat, und 2004 werde bis zu 315 Mrd. $ betragen.

Reuters WASHINGTON. Noch im Jahr 2000 hatten die USA einen Haushaltsüberschuss von 236 Mrd. $ ausgewiesen. Daniels vertrat allerdings den Standpunkt, dass das prognostizierte Defizit durchaus kontrollierbar sei. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt wären die Fehlbeträge etwa nur halb so groß wie die in den 80-er Jahren.

Für die hohen Etatdefizite machte Daniels die Rezession, die Anschläge vom 11. September 2001 und den von den USA eingeleiteten Kampf gegen den Terrorismus verantwortlich. So würden etwa im Fiskaljahr 2004 die Ausgaben für die innere Sicherheit der USA um acht Prozent auf dann 40 Mrd. $ anwachsen. Vom Fiskaljahr 2005 an rechnete Daniels wieder mit rückläufigen Fehlbeträgen.

Der Haushaltsexperte sagte, bei den Etatplanungen werde für 2003 ein Wirtschaftswachstum von knapp 2,8 % unterstellt. Die Inflationsrate dürfte klar unter zwei Prozent bleiben. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt wird eine Verschuldung von knapp drei Prozent in beiden Haushaltsjahren unterstellt. 1983 hätte die Defizitquote noch sechs Prozent betragen.

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