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25.02.2002

14:37 Uhr

Hohe Nachfrage

GM hebt Gewinnprognose für 2002 an

Der weltgrößte Autohersteller General Motors hat am Montag seine Gewinnprognosen für das erste Quartal sowie für das Gesamtjahr 2002 angehoben. Die deutschen Autoaktien zogen nach der GM-Mitteilung deutlich an.

Reuters NEW YORK. Beim Gewinn je Aktie sei für das erste Quartal mit 1,20 $ je Aktie nach ursprünglich 1,00 $ je Aktie zu rechnen, teilte der US-Autohersteller am Montag mit. Für das Gesamtjahr 2002 hob GM die Prognose zudem um 50 Cent auf 3,50 $ je Aktie an. Beide Prognosen seien aber ohne Berücksichtigung von Hughes sowie ohne mögliche Sonderbelastungen aus dem europäischen Geschäft im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprojekt Olympia. Der Konzern begründete die Anhebung der Gewinnprognosen mit einer besser als erwarteten privaten Auto-Nachfrage in den USA, auf welche der Konzern mit einer Erhöhung der Produktion reagieren wolle.

Analysten hatten zuletzt 0,87 $ Gewinn je Aktie für das erste Quartal und 2,95 $ je Aktie für das Gesamtjahr 2002 prognostiziert. Die Aktien von GM stiegen vorbörslich am Montag auf 53,20 $ von 53,11 $ zum New Yorker Börsenschluss am Freitag. Die Anhebung der Gewinnprognose durch GM beflügelte Händlern zufolge auch die Papiere von Auto-Herstellern in Europa. Neben den DaimlerChrysler-Aktien verzeichneten auch die Papiere von BMW und Volkswagen deutliche Kursgewinne, nachdem GM den positiven Ausblick gegeben hatte. In der Spitze stiegen DaimlerChrysler auf Xetra um fast vier Prozent auf 44,75 Euro. BMW und VW stiegen um rund 1,3 %. Der deutsche Gesamtmarkt lag durchschnittlich 0,7 % im Plus. In New York wurde eine uneinheitliche Eröffnung erwartet.

Im letzten Quartal 2001 war der Gewinn bei GM in Folge der Konjunkturflaute unter anderem wegen der gesenkten Produktion um 58 % eingebrochen. Im Gesamtjahr 2001 war der Gewinn je Aktie auf 3,23 $ von 8,58 $ je Aktie im Vorjahr gefallen. Erst Mitte Januar hatte GM angekündigt, 2002 einen Gewinn je Aktie von 3,00 $ erwirtschaften zu wollen - einschließlich des Beitrags der vor dem Verkauf stehenden Tochtergesellschaft Hughes.

Die amerikanischen Autokonzerne leiden unter der Konjunkturflaute, die durch die Anschläge vom 11. September in den USA noch verstärkt wurde. Kaufanreize etwa durch Nullzins-Kredite führten in den vergangenen Monaten zu schrumpfenden Gewinnmargen.

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