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03.01.2003

22:27 Uhr

Home Depot belastet

Wall Street schließt kaum verändert

An den US-Börsen hat der trübe Ausblick der weltgrößten Baumarktkette Home Depot am Freitag den Optimismus der Anleger gedämpft. Die Kurse schlossen nach der Rally vom Vortag wenig verändert.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte endete 0,07 % im Minus auf rund 8 602 Zählern, der technologielastige Nasdaq-Index stieg leicht um 0,16 % auf rund 1 387 Punkte, und der breiter gefasste S&P-500-Index schloss kaum verändert bei 909 Zählern.

"Home Depot ist eine Aktie mit einem breiten Eigentümerkreis, die viel beachtet wird. Das sind sicherlich keine guten Nachrichten. Da gibt es keinen Zweifel", sagte Brian Pears, Leiter Aktienhandel bei Victory Capital Management. "Trotz der deutlichen Verluste von Home Depot zeigt sich der Markt widerstandsfähig, die Kurse sind kaum verändert", sagte Brian Belski, Marktstratege bei U.S. Bancorp Piper Jaffray. Er sei überrascht, dass es nach der Rally vom Vortag nicht stärkere Gewinnmitnahmen gegeben habe, fügte er hinzu.

Der Kurs des Dow-Wertes Home-Depot fiel mehr als 14 % auf 21,38 $. Der Konzern hatte zuvor seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt und dies mit schwächer als erwartet ausgefallenen Umsätzen aus dem Weihnachtsgeschäft begründet. Für das vierte Quartal rechnet Home Depot außerdem mit einem stärkeren Umsatzrückgang als zunächst erwartet. Home Depot ist nach Wal-Mart der weltweit zweitgrößte Einzelhändler. Wal-Mart-Aktien verloren rund 3,1 % auf 50,00 $.

Die Home-Depot-Aktie, die der größte Verlierer bei den Standardwerten und auch umsatzstärkster Wert an der New York Stock Exchange war, belastete sowohl andere Papiere der Heimwerkerbranche als auch den Einzelhandelssektor insgesamt. Die Titel des Konkurrenten Lowe's Co fielen um rund 6,2 % auf 36,92 $. Die Banc of America hatte ihre Bewertung der Lowe-Aktien zuvor auf "market performer" von "buy" zurückgenommen. Der Heimwerkermarkt sei nahezu gesättigt, hieß es zur Begründung. Die Aktien des US-Werkzeugherstellers Black & Decker verloren rund 9,5 % auf 40,01 $.

Die Aktien des US-Autokonzerns General Motors gaben trotz eines Absatzanstiegs in den USA um 36 % im Dezember rund 1 % auf 38,54 $ nach. Der Aktienkurs von Eastman Kodak legte dagegen um gut 4,4 % auf 37,43 $ zu. Die Investmentbank DB Securities hatte zuvor die Aktie des Fotokonzerns auf "buy" von "hold" hochgestuft. Auch die Titel von Forest Laboratories gehörten mit einem Plus von rund 6 % auf 106,07 $ zu den Gewinnern. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, der Gewinn im dritten Quartal werde die Analystenprognosen um mindestens 15 % übertreffen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,13 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 760 Werte legten zu, 1 489 gaben nach und 179 blieben unverändert. An der Technologiebörse Nasdaq wurden rund 1,14 Milliarden Aktien umgesetzt. 1 540 Titel stiegen, 1 668 Werte büßten ein und zwei waren unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen leicht um 1/32 auf 99-25/32. Sie rentierten mit 4,03 %. Die 30-jährigen Bonds kletterten 3/32 auf 106-13/32 und hatten eine Rendite von 4,95 %.

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