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14.02.2002

08:25 Uhr

HP-Chefin bekräftigt Pläne zur Übernahme von Compaq

Hewlett-Packard verdient besser als erwartet

Der US-Drucker- und Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) hat im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres, wie schon in den vorausgegangenen drei Monaten, einen höheren Gewinn als erwartet erzielt. Die Verbesserung sei von einem starken Absatz sowohl bei privaten als auch bei Geschäftskunden getragen worden, sagte HP-Chefin Carly Fiorina.

Carly Fiorina hält an der Compaq-Übernahme fest.

Carly Fiorina hält an der Compaq-Übernahme fest.

Reuters PALO ALTO. Das Unternehmen teilte am Mittwoch im Palo Alto mit, der Gewinn habe sich im Quartal zum 31. Januar 2002 vor Einmalposten auf 564 (Vorjahr 812) Mill. Dollar oder 29 (41) Cents je Aktie belaufen. Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten den Gewinn je Aktie zwischen 18 und 27 Cents und im Schnitt mit 25 Cents vorausgesagt. Der Umsatz sei auf 11,4 (12,4) Mrd. Dollar gesunken, teilte Hewlett-Packard weiter mit. Im zweiten Quartal erwartet das Unternehmen einen leicht niedrigeren Umsatz als in den ersten drei Monaten. Dennoch sieht sich HP durch die Quartalsergebnisse in seinen Fusionsplänen mit der Compaq Computer Corp bestätigt.

Fiorina sagte in einer Stellungnahme zu dem Ergebnis, HP habe in einem schwierigen Umfeld eine bedeutende Umsatzsteigerung, unter anderem durch einen kräftig gesteigerten Verkauf von PC an Privatkunden und Bildbearbeitungssystemen an Firmenkunden gegenüber dem Vorquartal erzielt. Die Rentabilität sei beträchtlich gesteigert worden, was sich in dem unerwartet starken Anstieg des Gewinns je Aktie gegenüber dem Vorquartal widerspiegele. Im vierten Quartal 2001 hatte das Unternehmen bei einem Umsatz von 10,9 Mrd. Dollar einen Gewinn von 361 Mill. Dollar oder 19 Cents je Aktie verzeichnet.

Dies sei das zweite Quartalsergebnis in Folge, dass die Erwartungen der Wall Street übertroffen habe und es bestätige die Pläne des Managements, Compaq zu übernehmen. "Wir müssen es jetzt in Angriff nehmen und die Umwandlung und Konsolidierung der Branche anführen", sagte Fiorina. Kevin McCloskey vom Haus Federated Investors sagte dazu: "Die Ergebnisse waren über den Erwartungen, aber sie haben mich nicht von den Vorteilen der 22,5-Milliarden-Dollar-Fusion überzeugt".

Vorsichtig beurteilt HP die wirtschaftlichen Aussichten. Die konjunkturellen Perspektiven seien unklar und es könnte sein, dass die Verbraucher nicht weiterhin so stark kauften. Deshalb dürfte der Umsatz im zweiten Jahresviertel geringfügig niedriger ausfallen als in den ersten drei Monaten. Die Bruttomargen und die Aufwendungen sollten dagegen unverändert bleiben. "Der Ausblick ist entweder enttäuschend oder konservativ, je nach dem wie man ihn ansieht. Ich glaube aber, die meisten Leute erwarten für das 2. Quartal wieder höhere Einnahmen", sagte Toni Sacconaghi, Analyst beim Haus Sanford Bernstein.

HP-Aktien fielen am Mittwoch an der Aktienbörse in New York um 0,61 % auf 29,24 Dollar. Seit dem 31. August, dem Tag vor der Bekanntgabe der Fusionspläne mit Compaq, hat die Aktie rund zehn Prozent verloren.

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