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02.03.2003

19:24 Uhr

HSV hält Europacup-Kurs

Weiterer Rückschlag für die Hertha

Der Hamburger SV ist auf dem Weg in den Europapokal, während Hertha BSC nach dem K.o. im Uefa-Cup einen weiteren Rückschlag hinnehmen musste. Kapitän Nico Jan Hoogma erzielte am Sonntag per Kopf (55.) den entscheidenden Treffer in der AOL-Arena zum 1:0 (0:0) und katapultierte damit die Hamburger auf den fünften Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga, der zur Teilnahme am Uefa-Cup berechtigt.

HB/dpa HAMBURG. Mit dem achten Sieg vor heimischer Kulisse ist der HSV nunmehr die stärkste Heimmannnschaft nach Bayern München und in diesem Jahr im eigenen Stadion noch ohne Gegentreffer.

38 354 Zuschauer sahen eine temporeiche Begegnung mit einer Reihe von Torszenen. HSV-Trainer Kurt Jara hatte seinem Team aufgetragen, die Berliner die schmerzhafte Niederlage am Donnerstag bei Boavisto Porto spüren zu lassen. Doch die erstaunlich agile Hertha nahm die Kampfansage und lieferte sich in einem Kampfspiel einen offen Schlagabtausch mit den Gastgebern.

Hertha-Trainer Huub Stevens hatte sein Team auf mehreren Positionen umgebaut. Alex Alves und Michael Pretz mussten zunächst auf der Bank Platz nehmen, stattdessen stürmten überraschend Bart Goor und der längere Zeit verschmähte Brasilianer Luizao. "Ich war nicht hundertprozentig zufrieden mit dem einen oder anderen", erklärte Stevens die Wechsel. "Ich bringe die, die kräftemäßig gut drauf sind." Auch die Hamburger präsentierten eine neue Sturmspitze. Nach zweieinhalbmonatiger Verletzungspause war Bernardo Romeo ins Team zurückgekehrt und belebte das Angriffsspiel sichtlich. Der mit acht Toren beste Saisonschütze beim HSV verdrängte den Japaner Naohiro Takahara, der zwölf Minuten vor Schluss eingewechselt wurde.

Der stürmischen Anfangsphase, in der die Gäste durch Goor (6.) und Luizao (21.) zwei hundertprozentige Einschussmöglichkeiten vergaben, indem sie den verblüfften HSV-Schlussmann Martin Pieckenhagen aus Nahdistanz anschossen, folgte ein aufregendes Spiel zwischen den Strafräumen. Lediglich HSV-Abwehrspieler Milan Fukal setzte sich verheißungsvoll in Szene. Sein Kopfball (3.) fischten Hertha-Torhüter Gabor Kiraly und Pal Dardei gemeinsam von der Linie. Nicht mit Fortuna im Bunde war Romeo, der drei Möglichkeiten vergab.

An der 75. Minute setzte Hertha alles auf eine Karte. Stevens brachte mit Alex Alves und Michael Pretz zwei weitere Stürmer, ohne daraus jedoch Kapital schlagen zu können. Allerdings hatte Torhüter Pickenhagen bei einer Abwehr mit dem Kopf auf der Linie Glück (85.). Offenbar mussten die dem Kräfte raubenden Europacup-Spiel in Porto doch Trinut zollen. Die letzte Chance vergab der Japaner Takahara in der Nachspielzeit.

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