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09.06.2000

15:21 Uhr

Reuters KISANGANI. In Kämpfen zwischen ruandischen und ugandischen Einheiten in Kisangani im Kongo sind im Verlauf dieser Woche nach Rotkreuz-Angaben rund 100 Zivilisten ums Leben gekommen. Etwa 700 Menschen hätten Verletzungen davon getragen, sagte ein Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) am Freitag in Kisangani. Noch immer lägen Leichen in den Straßen, die Lage sei sehr schlecht. Die Kämpfe in der Stadt waren am Montag aufgeflammt, hatten dann jedoch zunächst nachgelassen. Am Freitagmorgen kam es erneut zu Gefechten um die Kontrolle über die diamantenreiche Stadt.

Die Krankenhäuser Kisanganis im Nordosten Kongos waren mit Verletzten überfüllt. Die Ärzte arbeiten weitgehend ohne medizinische Hilfsmittel. Erst am Donnerstag hatten sich die Präsidenten von Uganda und Ruanda, Yoweri Museveni und Paul Kagame, auf Initiative von UNO-Generalsekretär Kofi Annan auf einen Waffenstillstand geeinigt, der jedoch nur wenige Stunden hielt.

Ruanda und Uganda unterstützen rivalisierende Rebellengruppen, die gegen die Regierungstruppen von Kongos Präsident Laurent Kabila kämpfen. Kabila wird von Soldaten aus Simbabwe, Angola und Namibia unterstützt. Die Kämpfe um die Kontrolle über das Diamantengebiet bei Kisangani dauern bereits seit einem Jahr. Die Spannungen zwischen Uganda und Ruanda, einst Verbündete im kongolesischen Bürgerkrieg, waren im August vergangenen Jahres in Gewalt umgeschlagen. Im Mai dieses Jahres begannen erneut Kämpfe.

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