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23.01.2001

15:28 Uhr

dpa-afx MÜNCHEN. Nach Ansicht der HypoVereinsbank wird sich die Intertainment-Aktie schwächer als der Neue Markt insgesamt entwickeln. Angesichts der anstehenden Annullierung des Vertrages mit Franchise Pictures schätzt Analyst Friedrich Schellmoser die Risiken für die künftige Geschäftsentwicklung als bedeutend ein und die Aktie als "Underperformer".

Durch eine Vertragsannullierung würde dem Unternehmen nicht nur der größte Rechtelieferant verloren gehen. Da die Bindung an den wichtigsten europäischen Vertriebspartner Warner explizit an den Franchise Pictures-Vertrag gekoppelt ist, würde auch diese Geschäftsverbindung wegbrechen. Zwei Drittel des geplanten Umsatzes seien mit Rechten von Franchise Pictures geplant gewesen. Neben dem Prozessrisiko könnten dem Unternehmen außerdem Regressansprüche von Sublizenzfirmen ins Haus stehen. Die Suche nach neuen Content-Lieferanten würde neue Kreditlinien bei den Banken voraussetzen, schrieb Schellmoser. Diese seien allerdings schwierig zu bekommen. Zudem würden neue Deals nur zu schlechteren Konditionen abgeschlossen werden können. Intertainment wäre daher gezwungen, sich von dem gegenwärtigen Geschäftsmodell zu verabschieden. Diese Faktoren machen laut Schellmoser deutlich, dass Prognosen im Fall von Intertainment mit hohen Risiken verbunden sind. Mitte des Monats hatte die Aktie mit ihrer Abwärtsbewegung gebrochen und war innerhalb weniger Tage raketenartig von 4 Euro auf 20 Euro gestiegen. Darauf schloss sich eine Konsolidierungsbewegung an.

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