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21.07.2000

16:44 Uhr

ICE-Herstellung wird nach Henningsdorf verlagert

ADtranz-Sprecher: Übernahme durch Bombardier "reine Spekulation"

Die ICE-Herstellung zum Jahresende vom Standort Nürnberg ganz nach Hennigsdorf verlagert werden. Das Restrukturierungsprogramm von ADtranz werde wie vorgesehen fortgesetzt.

Hennigsdorf/Nürnberg (ddp). Der Schienenfahrzeug-Hersteller ADtranz dementiert erneut Berichte über eine Übernahme durch den kanadischen Konkurrenten Bombardier. Zeitungsberichte, wonach ein Verkauf der DaimlerChrysler-Tochter an Bombardier unmittelbar bevorstehe, seien "reine Spekulation" und "vollkommen daneben", bekrätiftige ADtranz-Sprecher Hans-Christian Maaß am Freitag im brandenburgischen Hennigsdorf. Damit wies Maaß eine Meldung der "Süddeutschen Zeitung" zurück. Die Firma werde dazu keine weitere Stellungnahme abgeben, sagte Maaß der Nachrichtenagentur ddp. Das Restrukturierungsprogramm von ADtranz werde wie vorgesehen fortgesetzt.

Demnach soll die ICE-Herstellung zum Jahresende vom Standort Nürnberg ganz nach Hennigsdorf verlagert werden. Das Nürnberger Werk werde bis auf die Straßenbahnproduktion geschlossen. Die Nürnberger Mitarbeiter werden wie vorgesehen in einer Qualifizierungsgesellschaft aufgefangen oder sollen bei der Konzern-Mutter DaimlerChrysler in der Autoproduktion unterkommen. Zu Gesprächen über die Rettung des Nürnberger ADtranz-Werkes war auch Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) nach Nürnberg gekommen. Das Wirtschaftsministerium in Berlin wollte sich zu den Übernahmegerüchten nicht äußern. Bisher habe sich am Abkommen zwischen ADtranz-Geschäftsleitung, Betriebsrat und Wirtschaftsminister nichts geändert, sagte Sprecherin Sabine Maas. Sie wollte jedoch nicht ausschließen, dass bei einem Verkauf von ADtranz hinsichtlich des Standortes Nürnberg möglicherweise "neue Überlegungen angestellt werden" müssten.

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