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28.06.2000

23:59 Uhr

vwd MÜNCHEN. Die Geschäftslage im westdeutschen Einzelhandel hat sich im Mai erneut verbessert, gilt aber dennoch weiterhin als unbefriedigend. Zu diesem Schluß kommt das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung, München, in seinem Konjunkturtest vom Mai. Die Unternehmen klagten wieder häufiger über große Lagerbestände und korrigierten die Orderpläne nach unten. In den kommenden Monaten würden dennoch Spielräume für Preiserhöhungen gesehen. Die Geschäftslage des Gebrauchsgüterbereichs sei wieder etwas weniger negativ beurteilt worden als im Vormonat und das Geschäftsklima im Verbrauchsgüterbereich habe sich erneut aufgehellt.

Im ostdeutschen Einzelhandel lasse sich ein deutlich erhöhter Pessimismus bei den Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr erkennen. Die Orderpläne zeigten nach unten, allerdings hätten vereinzelt Verkaufspreiserhöhungen durchgesetzt werden können. Wie es hieß, dürften die Verkaufspreise in den nächsten Monaten etwas anziehen. Im Gebrauchsgüterbereich scheine eine Aufwärtsentwicklung nicht in Sicht, die Geschäftslage wurde deutlich negativer beurteilt als in den letzten drei Monaten. Auch die Geschäftslage des Verbrauchsgüterbereichs wurde negativer beurteilt als im Vormonat, der Pessimismus in den Geschäftserwartungen habe kaum nachgelassen.

Im Großhandel im Westen hat sich die Geschäftslage im Mai gebessert und damit die seit April zu beobachtende Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Die Unternehmen erwarteten für die kommenden Monate keine wesentliche Änderung der Geschäftslage, ihre Orderpläne hätten sie sogar nach unten korrigiert. Auch im Osten tendiere die Geschäftslage im Großhandel dem ifo-Institut zufolge weiter nach oben, positive und negative Impulse hielten sich nunmehr die Waage. Die Nachfrage habe spürbar angezogen, so dass die überhöhten Lager nun zumindest teilweise abgebaut wurden.

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