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19.01.2001

20:18 Uhr

dpa HAMBURG. Im Hamburger Operettenhaus auf der Reeperbahn ist am Freitagabend erneut die Vorstellung des Musicals "Cats" wegen Streikaktionen abgesagt worden. "Wir haben keine Dresser und nicht genügend Bühnentechniker. Damit ist die Sicherheit nicht ausreichend gewährleistet", begründete die Sprecherin der Stella AG, Sigrid Schwarze, die erneute Absage. Damit sind bereits vier Vorstellungen dem Arbeitskampf zum Opfer gefallen.

Anlass für den schweren Konflikt kurz vor dem planmäßigen Ende des Musicals in Hamburg ist die Forderung der IG Medien nach einem Manteltarifvertrag sowie einem Sozialplan für gekündigte Mitarbeiter. Die IG Medien und die Belegschaft fordern von der Geschäftsführung, dass sie einen fertig ausgehandelten Tarifvertrag unterzeichnen soll. Die Geschäftsführung lehnt das ab. Sie hat im Gegenteil angekündigt, den Sozialplan für die "Cats"-Mitarbeiter an jedem Streiktag um 100 000 DM zu kürzen, was wiederum die Gewerkschaft für Erpressung hält. Die Besucher des Musicals können entweder auf das Musical "Phantom der Oper" ausweichen, ihre Eintrittskarte umtauschen oder ihr Geld zurückverlangen. Das Musical "Cats" läuft seit fast 15 Jahren in Hamburg und soll am 28. Januar zum letzten Mal über die Bühne gehen. Ab März will Stella "Cats" in Stuttgart zeigen.

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