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28.01.2002

09:54 Uhr

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IG Metall-Vize rechtfertigt Tarifforderung

Die Gewerkschaft zeigt sich hart und verteidigt ihre Forderung nach Lohnerhöhungen von 6,5 Prozent.

rtr BERLIN. Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft IG Metall, Jürgen Peters, hat unmittelbar vor dem Treffen der Gewerkschaftsspitze zur anstehenden Tarifrunde die erwartete Forderung von bundesweit 6,5 % mehr Lohn rechtfertigt. "Wenn wir das aufgeben, ... dann haben wir eine völlig andere tarifpolitische Landschaft", sagte Peters am Montag in der ARD auf die Frage, warum mit einer bundeseinheitlichen Forderung zu rechnen sei. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, das war der Maßstab für die IG Metall, für die Tarifforderung. Das heißt, die Produktivität, die Preissteigerung und natürlich, wie wird sich das entwickeln, wie hat sich das entwickelt."

Zu der Frage, ob die von Arbeitgebern als zu hoch kritisierte Forderung nicht den Konjunkturaufschwung und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen gefährden könnte, sagte er: "Wir wissen nur, dass Lohnverzicht keine Arbeitsplätze bringt." Die IG Metall wolle mit ihrer Lohnpolitik dazu beitragen, dass die Binnennachfrage gestärkt werde. "Autos kaufen nun einmal keine Autos", sagte der IG Metall-Vize.

Am Montag kommt in Frankfurt der Vorstand der IG Metall zusammen, um die Position für die kommende Tarifrunde zu beschließen. Es gilt als sicher, dass die IG Metall mit einer Forderung von 6,5 % mehr Lohn und Gehalt für die 3,5 Mill. Beschäftigten in der Branche in die Verhandlungen gehen wird.

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