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07.04.2003

16:35 Uhr

Im schwierigen Bankenjahr 2002 mehr verdient

HamburgischeLB ist glimpflich davongekommen

Die Hamburgische Landesbank hat vor allem wegen steuerfreier Gewinne aus Beteiligungsverkäufen im vergangenen Jahr mehr verdient und sieht sich für die Fusion mit der LB Kiel gut gerüstet.

Reuters HAMBURG. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit - also nach Risikovorsorge und Bewertung - sei 2002 um 15,8 % auf 315 Mill. ? gestiegen, teilte die Bank am Montag in Hamburg mit. Der Jahresüberschuss habe sich um 15 % auf 115 Mill. ? verbessert. "Die Hamburgische Landesbank ist in diesem sehr schwierigen Bankenjahr 2002 glimpflich davongekommen", erläuterte Vorstandschef Alexander Stuhlmann bei der Bilanzvorlage.

Die schwache Konjunktur habe im vergangenen Jahr deutliche Spuren bei der Risikovorsorge hinterlassen, die auf 295 (280) Mill. ? erhöht worden sei, sagte Stuhlmann. Die Bank habe im Zuge von Beteiligungsverkäufen steuerfreie stille Reserven in Höhe von 219 Mill. ? gehoben. Dazu gehört etwa der Verkauf der Anteile an der Sparkassentochter Deka sowie die Bündelung der Immobilienfondsaktivitäten in eine eigenständige Gesellschaft.

Im Kerngeschäft Schiffsfinanzierungen habe das Institut seine Position gefestigt. Vor allem wegen der Dollar-Schwäche sei der Kreditbestand nur um 4,1 % auf 11,5 Mrd. ? gestiegen. Bereinigt um die wechselkursbedingten Rückgänge von etwa 1,5 Mrd. ? ergebe sich aber eine Zunahme von 18 %.

Für die bevorstehende Fusion mit der LB Kiel zur HSH Nordbank habe sein Institut eine solide Basis geschaffen, sagte Stuhlmann. "Die Fusion ist auf gutem Weg. Wir liegen im Zeitplan und gehen davon aus, den angepeilten Starttermin 1. Juni 2003 einhalten zu können", sagte der künftige Nordbank-Chef. Die LB Kiel hält bereits 49,5 % an dem Hamburger Institut, 50,5 % gehört der Hansestadt.

Größter Einzelaktionär der neuen Bank wird die Stadt Hamburg mit 32,7 %, gefolgt von der Westdeutschen Landesbank (WestLB) mit 26,9 %. Weitere Anteile werden das Land Schleswig-Holstein und der regionale Sparkassen- und Giroverband mit je 16,9 % halten. Die Landesbank Baden-Württemberg(LBBW) sollte durchgerechnet mit 6,7 % an der neuen Bank beteiligt werden, sie sucht inzwischen aber einen Käufer für ihren zehn-prozentigen Anteil an der LB Kiel.

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