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27.01.2003

15:24 Uhr

Industrie rechnet höchstens mit einem Prozent Wachstum

BDI: Konjunktur am seidenen Faden

Die deutsche Industrie sieht nur geringe Chancen auf eine rasche wirtschaftliche Erholung. Das Wachstum werde 2003 höchstens ein Prozent betragen, sagte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) am Montag in Berlin voraus. Bis zur Jahresmitte sei nur mit einer Stagnation zu rechnen.

HB/dpa BERLIN. "Die Zukunft der Konjunktur in Deutschland hängt weiter am seidenen Faden der Weltwirtschaft und damit der US-Konjunktur", meinte BDI-Präsident Michael Rogowski. Die Folgen eines möglichen Irak-Krieg auf die deutsche Konjunktur ließen sich nur schwer abschätzen.

Sollte die Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar dauerhaft weitergehen, kämen die deutschen Exporte unter massiven Druck, warnte der Industriepräsident. Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Anbieter auf den Auslandsmärkten habe in den vergangenen Monaten bereits stark gelitten. Marktanteile hätten nur durch Preiszugeständnisse gehalten werden können.

Die hohen Exportrisiken seien umso gravierender, als von der Binnenkonjunktur keine nennenswerten Impulse ausgingen, sagte Rogowski. Investoren und Verbraucher erwarteten von der Politik mehr als nur halbherzige Anstrengungen, um das stark angeschlagene Vertrauen der Wirtschaft zu stabilisieren.

Wer in Deutschland das Wachstum stärken wolle, müsse die Steuerlast senken. Der Politik warf Rogowski vor, es mangele ihr an Kalkulierbarkeit. Zwar wiesen manche Schritte in die richtige Richtung. Doch fehle diesen Maßnahmen bisher die Einbettung in ein umfassendes und schlüssiges Reformkonzept. "Die Unternehmen erwarten jetzt ein unmissverständliches Aufbruchsignal."

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