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04.02.2002

19:39 Uhr

Infineon

Zwischenruf: Schumachers Schachzug

Was Infineon-Chef Ulrich Schumacher mit seiner Stippvisite beim koreanischen Konkurrenten Hynix am Wochenende beabsichtigte, blieb auch gestern offen.

jojo Nur so viel steht fest: Der Manager hat sich über eine Kooperation im Speicherchip-Bereich unterhalten. Ob Schumacher wirklich Interesse hat, Werke des hoch verschuldeten Unternehmens zu übernehmen? Wahrscheinlicher ist, dass der Münchener das Terrain für eine Zusammenarbeit in Entwicklung oder Vertrieb sondieren wollte. Beide Seiten haben dabei gewiss gerne in Kauf genommen, dass ihre Gespräche den amerikanischen Chip-Hersteller Micron mächtig unter Druck setzen, der seit Monaten mit Hynix über eine Übernahme verhandelt. Doch bislang war eine Übereinkunft am zu niedrigen Angebot von Micron gescheitert. Da Hynix nun mehrere Interessenten hat, können die Koreaner ihre Preisforderung an Micron hoch schrauben. Positiver Effekt für Infineon: Im Fall der Übernahme wäre einer der wichtigsten Wettbewerber um einige hundert Millionen Dollar ärmer.

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