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06.07.2000

10:28 Uhr

Inlandsnachfrage zieht an

Zahl der Arbeitslosen gesunken

Bernhard Jagoda, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, sieht einen Aufwärtstrend. Im Osten tritt der Arbeitsmarkt aber weiter auf der Stelle.

dpa-afx NÜRNBERG. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni saisonbedingt um 64.000 auf 3.724.300 zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr zählten die Arbeitsämter 213.800 Arbeitslose weniger. Dies teilte die Bundesanstalt für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote habe sich auf 9,1 % verringert.

Nach den Worten des Präsidenten der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, haben sich die Besserungstendenzen am Arbeitsmarkt fortgesetzt. Impulse kämen nicht nur vom Export, sondern inzwischen auch von einer anziehenden Nachfrage im Inland. In den neuen Ländern habe dagegen weiterhin der Abbau von Überkapazitäten in der Bauwirtschaft und der Schrumpfungsprozess in Teilen des öffentlichen Dienstes durchgeschlagen. "Infolgedessen tritt der Arbeitsmarkt dort weiter auf der Stelle", sagte Jagoda.



Die Beschäftigung in Deutschland ist zuletzt weiter gestiegen, teilte die >> Bundesanstalt mit. Die Zahl der Erwerbstätigen habe sich nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes im April auf 36,05 Mill. erhöht; das waren 93.000 mehr als ein Jahr zuvor. Im März hatte die Zunahme gegenüber dem Vorjahr noch bei 76.000 gelegen.



Betriebe und Verwaltungen meldeten laut der Bundesanstalt im Juni den Arbeitsämtern 334.600 neue Stellenangebote, 6.100 weniger als vor einem Jahr. Vermittelt wurden 298.100 Arbeitsverhältnisse; das war ein Rückgang von 29.500.



In den alten Ländern registrierten die Arbeitsämter 2.426.500 Arbeitslose (Vorjahr: - 226.800; Vormonat: - 32.600). Die Arbeitslosenquote sank auf 7,4 %. In den neuen Ländern wurden 1.297.800 Arbeitslose gezählt (Vorjahr: + 13.100; Vormonat: - 31.400). Die Arbeitslosenquote verringerte sich auf 16,5 %./sk/kg

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