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22.01.2001

16:01 Uhr

Reuters GRÜNWALD. Die InternetMediaHouse.com AG (IMH) will nach eigenen Angaben ihre insolvente Mehrheitsbeteiligung Blue Orbit E AG-Business finanziell nicht mehr unterstützen. Blue Orbit, die IMH aus drei Anbietern fusioniert hatte, habe bislang nicht wie geplant verkauft werden können, teilte das in eine Risikobeteiligungs-Gesellschaft umgebaute, am Neuen Markt notierte Unternehmen am Montag mit. Es sei nicht absehbar, ob und wann Blue Orbit die Gewinnschwelle erreiche. Daher habe das Unternehmen Insolvenzantrag gestellt. Die Internet-Agentur war bereits vom alten IMH-Vorstand als "größter Verlustbringer" unter den Beteiligungen bezeichnet worden.

IMH hält derzeit 54 % an Blue Orbit. Ursprünglich sollte das Unternehmen im vierten Quartal 2000 an die Börse gebracht werden. Nach eigenen Angaben ist bei Blue Orbit allein von Juni bis November 2000 ein Fehlbetrag von 10,68 Mill. DM aufgelaufen, das Eigenkapital war Ende November mit 5,88 Mill. DM negativ.

InternetMediaHouse wolle seine liquiden Mittel von über 20 Mill. DM in neue Beteiligungen investieren, hieß es weiter. Weitere Maßnahmen zur Bereinigung des Portfolios seien noch im ersten Quartal geplant. Nach dem Einstieg der VTC Partners als neuem Investor im November und einem Führungswechsel hatte IMH im Dezember mit dem angekündigten Verkauf von Beteiligungen begonnen. Als erstes war das Online-Katalogportal Kiosk Online- Dienste GmbH abgestoßen worden, an dem IMH 51 % hielt.

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