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17.04.2003

11:06 Uhr

Inspektionen stehen für Glaubwürdigkeit

Blix fordert unabhängige Waffenkontrolle im Irak

Der Chef der UN-Inspekteure im Irak, Hans Blix, hat die Wiederaufnahme der Waffenkontrollen durch eine von der Staatengemeinschaft legitimierte Spezialistentruppe gefordert. Andernfalls könnte bei Waffenfunden "deren Echtheit angezweifelt werden", sagte er dem Nachrichten-Magazin "Der Spiegel".

HB/dpa HAMBURG. Sollte der Weltsicherheitsrat den Einsatz der UN-Inspekteure im Nachkriegs-Irak beschließen, könnten diese "ihre Arbeit nahezu sofort wieder aufnehmen", sagte der schwedische Diplomat. Er beklagte in dem "Spiegel"-Gespräch, "dass die Militärallianz auf unsere Mitarbeit verzichtet und uns auch keine Kooperation in Aussicht gestellt hat". Dabei, so sagte Blix, hätten Inspektionen durch die internationale Staatengemeinschaft "etwas zu bieten, das immer wichtiger wird: Glaubwürdigkeit".

Die USA und Großbritannien haben ihre Invasion des Irak vor Kriegsbeginn am 20. März unter anderem damit begründet, dass das Land entwaffnet werde müsse. Für den Besitz von Massenvernichtungswaffen gebe es Beweise. Von den UN-Inspekteuren und im vierwöchigen Krieg wurden solche Waffen bisher aber nicht entdeckt. Das Regime des gestürzten Machthaber Saddam Hussein hatte den Besitz solcher Waffen stets abgestritten.

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