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24.01.2001

16:31 Uhr

dpa KÖLN. Die Liberalisierung des Gasmarktes kommt im Gegensatz zum Strommarkt in Deutschland nach Beobachtungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln nur langsam voran: "Der Wettbewerbsfunke zündet nicht." Das Institut klagte am Mittwoch, der Wettbewerb werde vor allem dadurch gebremst, dass der freie Zugang zu den Leitungsnetzen in der Praxis noch nicht gewährleistet sei. "Die Versorgungsrohre zu den einzelnen Abnehmern gehören jeweils bestimmten Anbietern", berichtete das IW. "Diese tun sich bisher aber schwer, ihre Netze für Konkurrenten zu öffnen."

Die Chancen, die an die Ölpreise gekoppelten Gaspreise wieder zu entflechten, werden vom IW als gering eingestuft, wobei sich das Kölner Institut auf Experten berief. Weder europäisches noch nationales Energierecht könne auf die privatwirtschaftlich vereinbarten Vertragsbedingungen ohne weiteres Einfluss nehmen, meinte das IW. Außerdem stünden die Gasversorger in Deutschland wenigen großen Lieferanten gegenüber. "Diese haben - im Gegensatz zu den Stromanbietern - keine Überkapazitäten. Der Bedarf wächst weiter - und es ist nicht zu erwarten, dass sich die wenigen Hauptlieferländer das auskömmliche Leben gegenseitig unnötig schwerer machen."

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