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08.01.2002

20:49 Uhr

"Institutionelle Anleger zurückhaltend"

Neuer Markt schließt schwächer

"Mit Gewinnmitnahmen in großem Umfang ist schon deshalb nicht zu rechnen, weil niemand in großem Umfang eingestiegen ist", kommentierte ein Händler die Kursverluste.

dpa-afx FRANKFURT. Der Auswahlindex Nemax 50 verlor 1,38 % auf 1 266,35 Punkte. Der alle Werte umfassende Nemax All Share sank um 0,84 % auf 1 199,15 Zähler. Die Indizes kamen aber von ihren Tiefstständen zurück, als sich an der technologielastigen US-Börse Nasdaq die Kurse freundlicher entwickelten.

Die viel zitierten institutionellen Anleger hielten sich auch am Dienstag zurück. Ein anderer Händler sagte, die Marktbereinigung sei bereits im vergangenen Jahr erfolgt. "Was man da rausgeschmissen hat, will man eigentlich auch nicht wiederhaben." Der Rest werde behalten.

Im Nemax 50 schwangen sich die Aktien der Singulus Technologies AG an die Spitze der Kursgewinner. Die Anteilscheine des Herstellers von CD- und DVD-Fertigungsanlagen gewannen 4,68 Prozent auf 34,44 Euro hinzu. Ein Händler verwies auf das positive Weihnachtsgeschäft mit DVD-Playern in den USA. "In den letzten Monaten scheint sich das Medium DVD durchzusetzen." Das wirke sich positiv auf den Aktienkurs von Singulus aus.

Die höchsten Kursverluste verzeichneten die Papiere der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG . AT&S sackten um 17,88 Prozent auf 14,70 Euro ab. Der Hersteller von Leiterplatten vor allem für die Telekom - und die Automobil-Industrie hatte für das am 31. März endende Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang von 15 Prozent in Aussicht gestellt. "Das ist eine Art Gewinnwarnung", sagte ein Marktteilnehmer. Dementsprechend habe der Markt reagiert.

Aktien des IT Heyde AG-Dienstleisters verloren 4,26 Prozent auf 1,35 Euro. Das Unternehmen hatte sich von vier verlustreichen Tochterunternehmen getrennt. Ein Händler nannte dies zwar eine positive Nachricht. Der Verkauf werde sich aber auch auf den Umsatz auswirken.

Anteilscheine des Chip-Entwicklers Dialog Semiconductor gehörten mit einem Minus von 9,31 Prozent auf 7,70 Euro zu den größten Verlierern im NEMAX 50. Das Unternehmen muss nach eigenen Angaben Sonderabschreibungen bis zu 42 Millionen Euro vornehmen. "Das ist für so ein Unternehmen nicht gerade wenig", sagte ein Händler. Die Anleger hätten Dialog Semiconductor deswegen "abgestraft".

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