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10.03.2003

08:47 Uhr

Integration in die Büro-Software

Microsoft kooperiert mit Reuters und Dow Jones

Durch die Zusammenarbeit sollen Nutzer der Microsoft-Software Office direkten Zugang zu Wirtschaftsinformationen erhalten.

pos DÜSSELDORF. Der Informationsanbieter Factiva, ein Gemeinschaftsunternehmen von Reuters plc and Dow Jones & Co, sowie die Microsoft Corp. haben ein Abkommen über die Integration des Infodienstes in die neue Büroanwendung Office 2003 getroffen. Das teilte Factiva in New York mit. Factiva-Kunden können künftig direkt aus einer Office-Anwendung heraus auf die rund 8 000 Factiva-Informationsquellen zugreifen.

Für den Start einer Suche in Office 2003 werden das Markieren eines Begriffs in einem Text und ein Klick auf die rechte Maustaste genügen. Der Dienst erhofft sich dadurch nicht nur eine höhere Nutzung durch Alt-Kunden, sondern auch erhebliches Neukundengeschäft. Microsoft Office ist bereits heute die am weitesten verbreitete Büroanwendung im PC-Bereich. In Factiva sind die früheren Informationsdienste Reuters Business Briefing und Dow Jones Interactive (DJI) zusammengefasst.

Der Markt für Information im Business-Bereich steht aufgrund der anhaltenden Wirtschaftsschwäche und der damit verbundenen Sparpolitik unter Druck. Factiva selber musste zuletzt insolvente Großkunden wie etwa Enron abschreiben. Der Umsatz ist laut Factiva-Chef Clare Hart im vergangenen Jahr um gut 2 % gefallen. Für das laufende Jahr will sie aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten noch keine Prognose abgeben.

Vor allem bei kleineren und mittleren Unternehmen hofft Factiva, nun Konkurrenten wie Lexis Nexis (Reed Elsevier) ausstechen zu können. Hier müssen die Kunden noch eine eigene Research-Software aufrufen. Außerdem sollen die alten Reuters Business Briefing und DJI Mitte des Jahres abgeschaltet werden. Die Office-Integration könnte helfen, die Umstellung der Kunden auf Factiva zu erleichtern.

Kooperationen wie mit Factiva könnten für Microsoft zum Ersatz für die umstrittenen "Smart Browser Tags" in Windows XP werden. Sie erlaubten es, beliebige Worte auf Webseiten mit Links zu versehen, die zu Microsoft oder Partner-Seiten geführt hätten. Die Idee wurden auf Grund starken öffentlichen Drucks zurückgestellt.

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