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16.01.2001

17:30 Uhr

Intel wagt den Schritt in die Unterhaltungsindustrie

Warten auf Intel

Heute waren die Umsätze an den europäischen Börsen ziemlich dünn. Der Grund: Händler warten auf die Zahlen des US-Chipherstellers Intel, der nachbörslich seine Quartalszahlen und, was noch wichtiger ist, die Prognose für 2001 vorstellen wird.

no/vwd/dpa DÜSSELDORF. Die Umsätze am Neuen Markt seien insgesamt recht dünn, sagten Börsianer. Viele Marktteilnehmer hielten sich vor den Intel-Zahlen mit ihren Engagements zurück.

Analyst Jürgen Wagner von der Oppenheim Finanzanalyse erklärt, dass die Branche insgesamt von leichten Gewinnmitnahmen belastet sei. Eine Belastung durch die bevorstehenden Zahlen des Chip-Herstellers Intel könne Wagner nicht sehen - zumal Intel mit Epcos und Siemens "wenig zu tun" habe.Neben Intel werden in dieser Woche noch andere Zahlen von Intel, Apple und Microsoft erwartet. Bevor diese möglicherweise den Markt belasteten, hätte man Gewinne mitgenommen, sagten Börsianer.

Die allgemeine Krise in der PC-Branche und der Preisverfall bei Chips macht auch den Chipherstellern zu schaffen. Die rosigen Zeiten sind offenbar vorüber. Der Chip-Hersteller Intel Corp. wird nach Meinung der von First Call befragten Analysten im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres einen Gewinn je Aktie (EPS) von 38 Cent erzielen - 3 Cent mehr als im Vorjahresvergleich. Mit Spannung werde allerdings Intels Ausblick für das laufende Jahr erwartet. Analysten erwarten für den Chipproduzenten eine eher düstere Zukunft. Nicht nur die sinkende Nachfrage nach Rechnern könnte dem Unternehmen zu schaffen machen, sondern auch der schleppende Verkauf der Pentium-IV-Prozessoren.

Intel wird MP3-Player bauen

Der Geschäftserfolg 2001 wird bei Intel vor allem auch davon abhängen, ob es dem Unternehmen gelingt, Käufer vom Umstieg auf den Pentium-IV-Prozessor zu überzeugen, und sich von seiner starken Abhängigkeit vom PC-Geschäft stärker als bisher zu lösen. Bisher erzielt das Unternehmen aus Santa Clara mehr als 80 Prozent seiner Umsätze mit Mikroprozessoren.

Auf der "Consumer Electronics Show" in Las Vegas Anfang des Monats hat Intel jedoch bereits die Weichen für ein neues Geschäftsfeld gestellt: Das Unternehmen hat den bislang größten Vorstoß in die Konsumelektronik gewagt und den MP3-Player "Pocket Concert" vorgestellt. Gemeinsam mit Computernetzwerken und Chips für Kommunikationsgeräte soll die Konsumelektronik 2001 starker Wachstumsträger beim Umsatz sein.

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