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20.01.2003

11:50 Uhr

Interessenten für Discounter-Kette

Rettungsversuch für Urban

Für die überschuldete Discounter-Kette Urban gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters mehrere potenzielle Käufer. "Es gibt auch einen Interessenten aus der Discounter-Branche, der die gesamte Kette kaufen will", sagte Jörg Nerlich der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Köln.

HB/dpa KÖLN. Ob es aber zu einem Verkauf kommen werde, sei noch nicht entschieden. Zunächst solle versucht werden, mit besseren Produkten und Sonderaktionen den Umsatz zu steigern.

Für die kommenden Tage habe er zunächst einen Testlauf unter dem Motto "Millionen-Woche" gestartet. Dabei sollen mehr als eine Million Artikel - vor allem Bekleidungswaren wie Jacken und Pullover - für zwei Euro verkauft werden. Außerdem solle das Sortiment attraktiver werden: "Es gibt jetzt weniger Nippes, aber mehr Pflegeprodukte und Klein-Elektronik", sagte Nerlich. Die Kette beschäftigt rund 1000 Menschen in 214 Filialen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. 2002 hatte das Unternehmen bei einem Umsatz von 100 Millionen Euro Schulden von 23 Millionen Euro angehäuft.

Nerlich sagte, der "weitestmögliche" Erhalt der Arbeitsplätze stehe an oberster Stelle bei der Frage, ob die Kette verkauft oder saniert in der bestehenden Form weitergeführt werde. "Es wird in beiden Richtungen überlegt, und es finden auch Gespräche statt." Das Unternehmen ist zu 75 Prozent im Besitz der Gründerfamilie Bitzer, 25 Prozent gehören Günter Heinzmann, der auch einer der zwei Geschäftsführer ist.

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