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15.01.2003

17:55 Uhr

Internationales Geschäft läuft gut

Beiersdorf trotzt der Konsumflaute

Der Kosmetikhersteller Beiersdorf hat trotz der allgemeinen Konsumflaute im vergangenen Jahr bei Umsatz und Ergebnis leicht über der eigenen Planung gelegen.

Reuters HAMBURG. In diesem Jahr sei ein etwas stärkeres Umsatzwachstum als 2002 geplant sowie eine weitere Ergebnisverbesserung, auch wenn das Umfeld weiter schwierig bleibe, teilte Beiersdorf am Mittwoch in Hamburg mit. Mitte November gemachte Aussagen, den Überschuss 2003 um sechs Prozent und das Ebit um zehn Prozent steigern zu wollen, blieben nach wie vor gültig, sagte eine Sprecherin.

Vorläufigen Zahlen zufolge stieg der Umsatz 2002 vor allem auf Grund des Auslandsgeschäfts im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent auf 4,742 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) kletterte auf 470 Millionen Euro von 466 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss erreichte 287 Millionen Euro nach 285 Millionen Euro im Jahr 2001. Ursprünglich hatte der Nivea-Hersteller geplant, den Umsatz 2002 um vier Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zu steigern sowie ein Betriebsergebnis von 460 Millionen und einen Jahresüberschuss von 275 Millionen Euro zu erzielen. Die endgültigen Zahlen sowie weitere Details will Beiersdorf am 2. April mitteilen.

Die vorgelegten Zahlen lagen im Rahmen der Analysten-Erwartungen. "Es gab keine Überraschung", sagte Commerzbank-Analyst Thomas Effler. Da Beiersdorf eher konservativ plane, werde der Konzern voraussichtlich auch in diesem Jahr nicht enttäuschen auch wenn das Marktumfeld schwierig bleibe. Die Wachstumsrate der Kosmetiksparte von 10,3 Prozent zu konstanten Wechselkursen 2002 liege unter den Raten in den vergangenen Jahren, sagte ein anderer Analyst. "Daran sieht man einfach die Schwierigkeiten vor allem im deutschen Markt." Allein der Umsatz mit der Marke Nivea habe über 2,6 (2001: 2,458) Milliarden Euro erreicht, teilte Beiersdorf mit.

Angaben zu möglicherweise bevorstehenden Veränderungen im Aktionärskreis wurden nicht gemacht. Seit längerem wird darüber spekuliert, dass entweder der US-Konsumgüterhersteller Procter & Gamble oder der französische Kosmetikkonzern L'Oreal sich an dem Hamburger Traditionsunternehmen beteiligen könnten. Ende Oktober hatte Reuters aus Branchenkreisen erfahren, dass Procter & Gamble neben Verhandlungen mit dem größten Gesellschafter von Beiersdorf, der Allianz, auch Gespräche mit dem Gesellschafter Tchibo führte.

Die mit 30,1 Prozent an dem Kosmetikunternehmen beteiligte Tchibo-Holding hatte ebenfalls Interesse an einer Aufstockung ihrer Anteile bekundet. Man wolle aber nur zu einem "vernünftigen" Preis zukaufen, hatte Tchibo mehrfach erklärt. Der Kurs der Beiersdorf-Aktie tendierte am Mittwochnachmittag mit 105,7 Euro fast unverändert zum Vortagesschluss.

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