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19.05.2000

17:48 Uhr

Der Südafrikaner Nick Price ist 10. der aktuellen Weltrangliste, die mit großem Abstand von Tiger Woods angeführt wird. Der 43-jährige hat in seiner Karriere seit 1977 zwei Major-Turniere gewonnen.

Auf der Golf-Tour wird weltweit mindestens eine halbe Milliarde Mark ausgespielt - als Antritts- oder Preisgelder. Die Tendenz zeigt nach oben. Wird dieses Geld gerecht verteilt?

Profi-Golfer beginnen jedes Jahr wieder bei null Einkommen. In anderen Sportarten wie Basketball, Baseball oder Fußball sieht das anders aus. Den Spielern sind für Zeiträume bis zu zehn Jahre riesige Gehälter garantiert. Unsere Sponsorenverträge mit Schläger- oder Bekleidungsproduzenten sind alle leistungsorientiert. Nur wenige Sportarten belohnen wie Golf den Professional jede Woche für seine Leistung. Je besser man spielt, desto höher ist das Einkommen. So gesehen ist die Verteilung des Preisgeldes sehr fair.

Das System Profi-Golf basiert in erster Linie auf dem Sponsoring. Sehen Sie die Gefahr eines Zusammenbruchs?

Nein, für Sponsoren ist Golf besonders attraktiv, weil es ein globaler Sport ist, der von Jung und Alt gleichermaßen geschätzt wird. Das Einzigartige an Golf besteht darin, dass es immer noch seine Etikette sehr hochhält. Zudem wissen sich die Zuschauer noch sehr gut auf dem Platz zu benehmen. Auch die Tatsache, dass viele Leute aus dem Wirtschaftsleben - Banker, Doktoren, Anwälte - Begeisterung für das Spiel zeigen, macht die Sportart für Sponsoren auch langfristig interessant.

Glauben Sie, dass Sie noch einmal ein Majors gewinnen werden?

Ganz bestimmt, aber wenn ich sagen könnte wann, kämen die armen Buchmacher in arge Schwierigkeiten.

Welche zehn Spieler nehmen Sie in eine Rangliste der größten Golfer aller Zeiten auf?

Jack Nicklaus, Bobby Jones, Arnold Palmer, Ben Hogan, Byron Nelson, Tom Watson, Sam Snead, Gary Player, Lee Trevino und Seve Ballesteros - wobei ich dabei keine Reihenfolge vorgebe.

Sie spielen bereits zum dritten Mal bei den Deutsche Bank-SAP-Open. Wie beurteilen Sie die beiden Plätze?

Sie sind sehr unterschiedlich. St. Leon-Rot verkörpert ein modernes Design mit viel Wasser und vielen neuen Design-Features. Der Platz in Hamburg ist eher traditionell.

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