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25.04.2003

09:30 Uhr

Investmentbanker sind wieder profitabel

CS Group kehrt in die Gewinnzone zurück

Der Schweizer Finanzkonzern Credit Suisse Group rechnet für das erste Quartal 2003 mit einem Reingewinn von rund 650 Millionen Schweizer Franken.

Reuters ZÜRICH. Die Investmentbanktochter Credit Suisse First Boston (CSFB) sei in die Gewinnzone zurückgekehrt und die Profitabilität bei der Versicherungstochter Winterthur habe sich verbessert, teilte die CS Group am Freitag mit.

Das Nettoergebnis der Gruppe wurde dabei auf Stufe Corporate Center von weiteren Abschreibungen auf die Beteiligungen an der Fluggesellschaft Swiss und am Lebensversicherer Swiss Life beeinträchtigt, hieß es.

Finanzchef Phil Ryan erwartet 2003 ein weiteres schwieriges Jahr an den Finanzmärkten. Die CS Group sei gut für die in Aussicht gestellte Rückkehr in die Gewinnzone in diesem Jahr positioniert, sagte er zu Reuters. Die Bemühungen um Kosteneinsparungen sowie Anpassungen und Verkleinerungen des Geschäftsportfolios gingen weiter, so Ryan.

2002 war die CS Group wegen hoher Abschreibungen und Rückstellungen mit einem Rekordverlust von 3,3 Milliarden Schweizer Franken (sfr) tief in die roten Zahlen gerutscht und hatte für dieses Jahr den Abbau von rund 1250 Stellen angekündigt.

An der Börse schnellten die CS-Aktien zu Handelsbeginn um 7,2 Prozent auf 31,10 sfr nach oben. Der Gesamtmarkt tendierte 0,8 Prozent höher. 2002 hatten die CS-Titel gut die Hälfte ihres Werts eingebüßt.

CSFB habe das erste Quartal mit einem Reingewinn von rund 160 Millionen Dollar oder 220 Millionen sfr abgeschlossen, hiess es. Der operative Gewinn vor Amortisation von erworbenen immateriellen Werten und Goodwill betrage etwa 290 Millionen Dollar. Institutional Securities konnte den Segmentsgewinn im Vergleich zum Vorquartal deutlich steigern und profitierte insbesondere von einem sehr guten Resultat im Bereich Fixed Income sowie von geringeren Kreditrückstellungen.

Credit Suisse Financial Services (CSFS) weise in den ersten drei Monaten einen Reingewinn von rund 660 Millionen sfr und einen operativen Gewinn vor Amortisation und Goodwill von etwa 690 Millionen sfr aus. Private Banking sowie Corporate & Retail Banking konnten ihren Segmentsgewinn im Vergleich zum Vorquartal steigern. Die Netto-Neugelder im Private Banking nahmen im Vergleich zum Vorquartal zu, hiess es. Die Segmente Insurance sowie Life & Pensions, die im vierten Quartal 2002 in die Gewinnzone zurückgekehrt waren, haben ihre operative Leistung vor allem dank einem verbesserten Finanzergebnis und Tariferhöhungen weiter verbessert.

CS Group passte weiteren Angaben zufolge auf Grundlage der im April 2003 erfolgten lokalen statutarischen Abschlüsse der Winterthur-Einheiten für das Jahr 2002 die konsolidierte EU-Solvabilitätsmarge der Winterthur per 31. Dezember 2002 auf 142 Prozent an. Die lokalen Solvabilitätsmargen der operativen Einheiten der Winterthur übertreffen die jeweiligen regulatorischen Anforderungen, hieß es. Für die zehn größten Einheiten betrug der durchschnittliche lokale Deckungsgrad mehr als 200 Prozent, der tiefste Deckungsgrad lag bei 135 Prozent. Die Beurteilung der Kapitalkraft der Winterthur durch die CS Group bleibe unverändert.

CSFS führte, wie angekündigt, per 1. Januar 2003 ein neues Betreuungsmodell für Privatkunden in der Schweiz ein. Generell bilden neu Anlagevermögen bis 250.000 sfr oder Hypotheken bis eine Millionen sfr die Segmentsgrenze zwischen Corporate & Retail Banking sowie Private Banking. Diese Änderung werde ab dem ersten Quartal 2003 in der Finanzberichterstattung berücksichtigt.

CS Group will die detaillierten Quartalsresultate am 6. Mai bekannt geben.

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