Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.02.2001

09:00 Uhr

Investmentsparen im Trend

Börsenneuling AWD hat kräftig zugelegt

Börsenneuling und Finanzdienstleister AWD (Hannover) hat im vergangenen Jahr Umsatz und Ergebnis kräftig in die Höhe getrieben. Der Umsatz stieg nach vorläufigen Zahlen um rund 23 % auf 655 Mill. DM, teilte der AWD am Mittwoch in Hannover mit. Im Vorjahr hatte der AWD 531 Mill. DM umgesetzt. Das Ergebnis vor Steuer stieg um 79 % auf 85 Mill. DM (Vorjahr: 47,5 Mill. DM), wenn die 70 Mill. DM Ausgaben für den Börsengang im Herbst unberücksichtigt bleiben.

dpa-afx HANNOVER. AWD-Chef Carsten Maschmeyer sagte, das Unternehmen habe ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr hinter sich. Trotz des Börsengangs schreibe die AWD AG schwarze Zahlen im zweistelligen Millionen-Bereich. Das exakte Bilanzergebnis will der nach eigenen Angaben größte unabhängige Finanzdienstleister am 24. April veröffentlichen. Als Ziel formulierte Maschmeyer, bis zum Jahr 2010 wolle man den Marktanteil von derzeit 2,5 % auf 10 % erhöhen.

Während die Kosten für den Börsengang, der dem AWD im Oktober mehr als eine Milliarde DM in die Kasse brachte, beim Gewinn nicht berücksichtigt sind, wurde aber die Auflösung einer Rückstellung verbucht. Die AWD-Mitarbeiter hatten zu Gunsten einer erweiterten Aktienkaufoption vor dem Börsengang dauerhaft auf einen umsatzabhängigen Leistungsbonus verzichtet. Damit sei es gelungen, die Kosten für den Vertrieb dauerhaft zu senken.

Beim Börsengang des AWD verschlang allein die Werbung rund 20 Mill. DM. Ein Großteil des Rests zahlte das Unternehmen an Provisionen für die beteiligten Banken. Heute hält die Familie Maschmeyer noch 53,2 %. Mehr als 20 % im Börsenwert von rund einer Mrd.. DM übernahmen die rund 3100 AWD-Mitarbeiter selbst. 22,5 % der Aktien gingen an weltweite institutionelle Anleger, von denen bislang keiner mehr als 4,9 % hält. Die Free-Float-Quote des AWD-Papiers liegt bei 26,2 %.

Im Jahr 2000 schloss der AWD in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit 287.000 rund 39 % mehr Verträge als im Vorjahr ab. Der Trend gehe dabei eindeutig zum Investmentsparen. Rund 45 % des Geschäftes mache die Lebensversicherung aus, sagte Maschmeyer. Nach den Übernahmen der Horbach Wirtschaftsberatung und der Dr. Blumrath AG beschäftigt der AWD knapp 2.600 selbstständige Wirtschaftsberater und zählt in den drei Ländern 260 Büros.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×