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10.01.2001

16:09 Uhr

Investoren erwarten keine Wunder

Spannung vor Yahoo- und Motorola-Zahlen

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Mit Spannung erwartet die Wall Street heute die Quartalszahlen von zwei Unternehmen: Motorola und Yahoo! Doch Investoren ahnen nichts Gutes. Insbesondere vor den Quartalsergebnissen von Motorola fürchten sie sich. Nachlassende Micro-Chip Bestellungen und abflauende Mobiltelefonverkäufe könnten dem Handy-Riesen ein schlechter als prognostiziertes viertes Quartal bescheren. Konkurrent Nokia hatte gestern die Wirtschaftswelt mit Umsatzergebnissen erschrocken, die unter den Analystenerwartungen lagen.

Auch von den Zahlen des Internetzugpferds Yahoo! erwartet die Wall Street keine Wunder. Die Internetsuchmaschine soll eigentlich 13 Cents Gewinn pro Aktie einfahren, doch die pessimistischeren Flüsterschätzungen liegen mit zwölf Cents pro Aktie unter den Analystenprognosen. Der Internet-Experte von Merrill Lynch, Henry Blodget, hat sich abermals skeptisch über das für die Online-Unternehmen lebensnotwendige Anzeigengeschäft geäußert. Er geht von einem extrem schwierigen ersten Quartal aus. Schon vorbörslich notiert Yahoo! zwei Prozent im Minus.

Auch der Flugsektor kommt in Bewegung. American Airlines, die zweitgrößte Fluggesellschaft der Welt, will einen Großteil der Vermögenswerte von TWA kaufen, um das Unternehmen vor dem Konkursverfahren zu retten. Durch die Übernahme will American Airlines seine Marktposition stärken. Denn die Fusionswelle auf dem Flugsektor ist im Gange. United Airlines hatte bereits im vergangenen Sommer die Übernahme von US Airways bekannt gegeben. AMR wird voraussichtlich heute bekannt geben, dass sie 20 Prozent der Vermögenswerte von US Airways und 49 Prozent von DC Air übernehmen wollen. Damit steigen für United Airlines und US Airways die Chancen auf die Genehmigung ihrer Fusion durch die US-Kartellbehörde. US Airways hat bereits den Bereich der Inlandsflüge in einer eigenen Geschäftseinheit formiert. Diesen will das Unternehmen abgespalten, um mögliche Bedenken der Wettbewerbshüter aus zu räumen. Der Flugsektor dürfte heute von den Nachrichten profitieren.

Intel dürfte heute unter verhaltenen Kommentaren von Credit Suisse First Boston leiden. Es bestehe zur Zeit kein Grund zum Einstieg, so die Analysten. Der Preiskampf mit Konkurrent Advanced Micro Devices setzte sich mit aller Härte fort, so die Analysten. Hohe Lagerbestände und das weiterhin schwierige Marktumfeld in der PC Industrie belasten das Unternehmen. Auch im ersten Halbjahr 2001 rechnen die Experten mit schleppender Nachfrage. Investoren sollten mit einem Einstieg bis mindestens März warten. Widersprüchlich ist jedoch die Einstufung der Analysten der Aktie auf "kaufen".

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