Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.01.2003

12:00 Uhr

Investoren halten sich bei Aktien zurück

Gold, Platin und Euro markieren Höchststände

Wachsende Kriegsängste haben die Preise für die Edelmetalle Gold und Platin sowie den Euro zeitweise auf neue Höchststände getrieben, während sich die Anleger an den Aktienmärkten weiter zurückhielten.

Reuters FRANKFURT. Am Donnerstag war der Preis für eine Feinunze Gold im europäischen Handel zeitweise auf 367,60 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Januar 1997 geklettert. Im Sog des Goldes legte auch Platin zu und markierte bei 652 Dollar je Unze beim Londoner Fixing vom Donnerstag den höchsten Stand seit 17 Jahren. Am Freitagvormittag kostete Gold im Londoner Handel 363,75/4,50 Dollar. Platin notierte bei 647,00/652,00 Dollar. Auch der Euro notierte am Vormittag bei Kursen von zeitweise 1,0795 Dollar den höchsten Stand seit Oktober 1999. Der Dax notierte 0,38 Prozent im Minus bei 2800 Zählern.

"Weitere Gewinne bei Gold scheinen wahrscheinlich, so lange die geopolitischen Spannungen anhalten", sagte ein Metallanalyst von UBS Warburg. In unsicheren Zeiten flüchten viele Anleger in das als krisensicher geltende Edelmetall. Gleichzeitig schrecken sie vor Investitionen in Aktien eher zurück. Die Anleger rechneten immer stärker damit, dass es bald zu einem militärischen Eingriff der USA komme, sagten Händler. Die Anspannung halte zudem weiter an, da am Montag der Chef der UNO-Waffeninspektoren, Hans Blix, vor dem UNO-Sicherheitsrat in New York über die Rüstungskontrollen im Irak berichten wird. "Kommt es allerdings nicht zu einem Krieg im Irak, könnte Gold wieder auf 335 Dollar fallen", sagte der Rohstoff-Stratege David Thurtell von der Commonwealth Bank in Australien.

Der Euro profitierte ebenfalls von den steigenden Kriegsängsten. Der Markt konzentriere sich momentan ausschließlich auf Irak, sagte Volkswirt Norihiro Tsuruta vom Shinko Research Institute. Gespannt warte man deshalb auch auf die Rede von US-Präsident George W. Bush am Dienstag kommender Woche.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×