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26.07.2000

16:14 Uhr

Reuters FRANKFURT. Die europäischen Renten haben sich bis Mittwochmittag mit Blick auf den Euro-Kurs auf und ab bewegt. "Das Thema ist heute der Euro und der Dollar-Yen-Kurs", sagte ein Händler. Offensichtlich schichteten Investoren Kapital aus Japan in die Euro-Zone um. Der Yen stand am Devisenmarkt wegen der anhaltenden Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung Japans unter Druck.

Der Euro war am Vormittag auf ein vorläufiges Tageshoch von 0,9448 $ gestiegen, dann aber unter anderem wegen der geplatzten Bankenfusion von Dresdner Bank und Commerzbank wieder unter 0,94 $ gefallen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future hatte am Morgen ein Hoch bei 105,53 Punkten gesehen und notierte gegen 14.15 Uhr MESZ mit 105,43 Punkten noch 18 Ticks im Plus.

Außer dem zeitweise steigenden Euro-Kurs habe sich auch der Rückgang der Ölpreise wegen der damit verbundenen Entspannung an der Preisfront in der Euro-Zone positiv auf den Rentenmarkt ausgewirkt. Der Preis für Rohöl der Marke Nordsee Brent, lieferbar im September, war am Vormittag um 16 Cents auf ein vorläufiges Tagestief von 26,78 $ gefallen.

Für den Nachmittag rechneten die Händler beim Bund-Future mit einer engen Handelsspanne zwischen dem Vortagesschluss von 105,25 und maximal 105,60 Punkten. Sollten die US-Staatsanleihen wegen erwarteter Neuemissionen von Unternehmensanleihen unter Druck geraten, werde der Bund-Future eher zum unteren Ende tendieren.

Wichtige Konjunkturdaten stehen am Nachmittag weder in der Euro-Zone noch in den USA auf dem Terminkalender. Bundesbank-Präsident Ernst Welteke spricht um 18.30 Uhr MESZ in München über "Währung und wirtschaftlichen Wandel in der Eurowelt". Wichtige Daten werden erst wieder am Donnerstag veröffentlicht mit dem Arbeitskostenindex in den USA. In den nächsten Tagen könnte die Europäische Zentralbank (EZB) außerdem die Daten zur Geldmenge M3 im Juni veröffentlichen. Von Reuters befragte Volkswirte erwarten einen leichten Anstieg der Monatsrate auf 6,1 % gegenüber Juni 1999. Im Mai hatte M3 mit 5,9 % schwächer als erwartet zugelegt.

Der Bobl-Future notierte gegen 14.15 Uhr MEZ nach plus acht Ticks mit 103,00 Punkten. Der Schatz-Future legte um vier Ticks auf 101,35 Punkte zu. Die zehnjährige Bundesanleihe Juli 2010 notierte mit 100,34 % gegenüber 100,15 % zum Vortagesschluss und rentierte auf dem neuen Niveau mit 5,196 %. Der Kassa-Kurs der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 100,34 % nach 100,35 % am Dienstag.

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