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24.03.2003

17:35 Uhr

Irak-Krieg belastet Werbeumfeld

Pro Sieben Sat1 erwartet Umsatzeinbußen

Deutschlands größte Privatsenderfamilie Pro Sieben Sat1 Media AG erwartet durch den Irak-Krieg Umsatzeinbußen im ersten Quartal 2003 im niedrigen einstelligen Millionenbereich.

rtr FRANKFURT. Viele Werbekunden wollten ihre Spots nicht im Umfeld der umfangreichen TV-Berichterstattung über den Irak-Krieg senden und hätten Umbuchungswünsche angemeldet, erläuterte Pro Sieben Sat1-Sprecher Torsten Rossmann am Montag. "Der Schaden lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Im ersten Quartal rechnen wir mit einem Betrag in niedriger einstelliger Millionenhöhe", fügte er hinzu. Allerdings ginge es eher um Verschiebungen von Werbespots ins nächste Quartal als um Stornierungen.

Diesen Trend beobachtete auch der Werbevermarkter der konkurrierenden RTL-Gruppe, IP Deutschland. Sprecher Jan Isenbart sagte, nur wenige Kunden hätten ihre Werbezeitenbuchungen komplett storniert. "Bisher gelingt es uns ganz gut, den Großteil der Spots nicht zu verlieren, sondern umzubuchen". Wegen der schlechten konjunkturellen Lage seien in bestimmten Werbeblöcken auch noch Kapazitäten frei, weshalb eine Verschiebung kein Problem sei. Auswirkungen auf den Umsatz konnte ein RTL-Sprecher nicht beziffern.

Pro Sieben Sat1 hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,9 Mrd. ? verbucht, die RTL-Gruppe in Deutschland 1,7 Mrd. ?.

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