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10.04.2003

22:25 Uhr

Irak-Krieg fällt als Impulsgeber aus

Geringe Kursgewinne an der Wall Street

Die Wall Street hat am Donnerstag nach uneinheitlichem Tagesverlauf mit bescheidenen Kursgewinnen geschlossen.

HB/dpa/rtr NEW YORK. Der Irak-Krieg spielt momentan an den US-Börsen trotz der Erfolge der vergangenen Tage nur eine untergeordnete Rolle. Dagegen konzentrieren sich Händler und Anleger auf die anlaufende Geschäftsergebnis-Saison der amerikanischen Unternehmen für das erste Quartal 2003 und die bescheidenen US-Konjunkturaussichten.

Der Dow-Jones-Index legte zum Börsenschluss um 23,39 Zähler oder 0,29 Prozent auf 8 221,33 Punkte zu. Der Nasdaq-Index verbesserte sich um 8,84 Zähler oder 0,65 Prozent auf 1 365,58 Punkte. Der S&P-500-Index festigte sich um 5,58 Zähler oder 0,64 Prozent auf 871,57 Punkte.

Es herrsche Verunsicherung am Markt, sagte Charles White, Präsident des Investmenthauses Avatar Associates. "Das wirkliche Geld, das institutionelle Geld, hat es schwer, Plätze zu finden, an denen Geld arbeiten kann", fügte er hinzu.

Stanley Nabi von Credit Suisse Asset Management sagte: "Die Gewinnsituation hat sich nicht so verbessert, wie sie das üblicherweise in dieser Phase einer Konjunkturerholung tut". Händlern zufolge wenden sich die Investoren verstärkt den Fundamentaldaten des Marktes zu, während die von den USA angeführten Streitkräfte im Irak ihre Position ausbauen. Die Saison der Quartalsergebnisse rücke näher und werde nächste Woche ihren Höhepunkt erreichen. Zahlreiche Firmen hätten bereits gewarnt, ihre Ergebnisse würden die Erwartungen nicht erfüllen, hieß es.

Ein Lichtblick war im Gegensatz dazu der Internet-Anbieter Yahoo, der am Mittwoch bessere Zahlen als von Analysten erwartet vorgelegt hatte. Zudem revidierte das Unternehmen seinen Gewinnausblick nach oben. Yahoo-Aktien legten 5,82 Prozent auf 24,19 Dollar zu.

Dagegen verloren die Titel von Fox Entertainment 18,3 Prozent auf 22,26 Dollar und News Corp knapp neun Prozent auf 10,70 Dollar, nachdem die Konzerne den Kauf von 34 Prozent der Kapitalanteile an Hughes Electronics, des Eigners von DirecTV, für 6,6 Milliarden Dollar bekannt gegeben hatten. Hughes büßten 9,84 Prozent auf 10,35 Dollar ein. DB Securities hatte nach Bekanntwerden der Transaktion Fox auf "halten" von zuvor "kaufen" heruntergestuft. Zudem zeigten sich die Investoren besorgt wegen des hohen Kaufpreises.

Trotz einer kräftigen Steigerung des Netto-Gewinns im ersten Quartal um 59 Prozent wurden die Titel des Biotechnologiekonzerns Genentech um 3,32 Prozent auf 35,21 Dollar zurückgenommen. Ein Analyst hatte die Gewinnsteigerung unter anderem Ausgabensenkungen und niedrigeren Steuern zugeschrieben.

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