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24.03.2003

13:41 Uhr

Irak-Krieg

Kommentar: Konzepte statt Kakophonie

VonThomas Knipp (Handelsblatt)

Der Krieg am Golf läuft nicht so reibungslos, wie erwartet und suggeriert. Diese Tatsache sollte kein Grund für Häme sein. Denn der Ausgang des Krieges steht fest: Saddam Hussein wird verlieren.

Thomas Knipp ist Chefredakteur des Handelsblatts. Quelle: Handelsblatt

Thomas Knipp ist Chefredakteur des Handelsblatts.

Der Krieg am Golf läuft nicht so reibungslos, wie erwartet und suggeriert. Diese Tatsache sollte kein Grund für Häme sein. Denn der Ausgang des Krieges steht fest: Saddam Hussein wird verlieren. Offen bleibt, wie viele Menschen bis dahin noch ihr Leben lassen müssen. Offen bleibt auch, wie hoch der diplomatische Kollateralschaden dieses Krieges ausfällt. Europa selbst liegt im Streit, Europa und die Vereinigten Staaten auch - und schon machen erste Warnungen vor einem Handelskrieg die Runde.

Politiker auf beiden Seiten des Atlantiks sind nun aufgefordert, das diplomatische Theater zu beenden. Gefragt sind Konzepte, nicht die Kakophonie der Streitenden. Konzepte für eine einheitliche Europäische Außen- und Sicherheitspolitik, sowie Konzepte für den Aufbau des Irak nach dem Krieg. Hier müssen die Arabische Welt und die Uno eine führende Rolle spielen. Wenn die Sieger auch nur in den Verdacht geraten, Besatzer zu sein, wird das die Region destabilisieren.

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