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25.01.2003

14:01 Uhr

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Irak will "jedes Mittel nutzen"

Der irakische Parlamentspräsident Saadoun Hammadi sagte am Samstag vor Reportern bei einem Besuch in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi: "Wir werden jedes Mittel nutzen, um jenen, die unser Land ohne Berechtigung überfallen, Schaden zuzufügen und Verluste beizubringen."

Reuters NEU-DELHI. Hammadi sagte, er hoffe, dass Indien, aber auch Iran, die Türkei und arabische Staaten die Regierung in Bagdad im Abrüstungsstreit unterstützten. Irak wolle keinen Krieg. Doch wenn die USA einen Krieg begännen, habe Irak keine Alternative als zu kämpfen.

Die USA und Großbritannien haben zehntausende Soldaten in der Golfregion zusammengezogen und drohen mit einem Militärschlag, sollte Irak die Abrüstungsvorgaben der Vereinten Nationen (UNO) nicht erfüllen. Am Montag sollen die Waffeninspektoren vor dem UNO-Sicherheitsrat einen Bericht zu ihrer Arbeit vorlegen. Zwei der fünf ständigen Ratsmitglieder mit Vetorecht, Frankreich und Russland, haben sich gegen einen überstürzten Irak-Krieg ausgesprochen. China, ebenfalls ständiges Ratsmitglied, hat erklärt, seine Position sei der französischen extrem nahe. Auch Deutschland, das seit Januar nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrates ist, lehnt einen Irak-Krieg ab. Die übrigen ständigen Ratsmitglieder USA und Großbritannien haben erklärt, Irak notfalls auch ohne ausdrückliches UNO-Mandat angreifen zu wollen.

Die USA haben Iraks Militär eindringlich davor gewarnt, in einem Konflikt Massenvernichtungswaffen einzusetzen. Die für einen eventuellen Einsatz Verantwortlichen müssen sich nach Angaben von US-Präsident George W. Bush auf ein Verfahren als Kriegsverbrecher gefasst machen.

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