Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.07.2000

10:46 Uhr

dpa-AFX HANNOVER/DÜSSELDORF. Spekulationen über eine drohende feindliche Übernahme der Continental AG durch den Thyssen-Krupp-Konzern hat Unruhe beim Betriebsrat des Reifenherstellers und Autozulieferers ausgelöst. "Wir werden alles tun, um eine solche Übernahme zu verhindern", sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Richard Köhler, am Freitag der dpa in Hannover. "Konkrete Hinweise über die Spekulationen in den Medien haben wir nicht. Natürlich können wir uns vorstellen, dass Thyssen Interesse an der Automotive-Tochter Teves hat", meinte Köhler. Für die traditionelle Reifenproduktion von Conti aber hätte Thyssen keine Verwendung.

In der hannoverschen Konzern-Zentrale sieht man die neuerlichen Spekulationen, die durch einen Bericht des Norddeutschen Rundfunks in den "Tagesthemen" ausgelöst wurden, allerdings gelassen. "Es gibt keine neuen Erkenntnisse. Der niedrige Börsenkurs von Conti mag solche Spekulationen nähren. Wenn man sich die beiden Konzern genauer ansehen würde, wäre schnell klar, dass sie nicht zueinander passen", sagte Konzern-Sprecher Peter Schwerdtmann. Conti sei ein hochinnovatives Unternehmen und setzte "unverändert auf die Strategie der Eigenständigkeit."

Auch in der SPD-Landesregierung haben die Übernahme-Spekulationen Irritationen ausgelöst. Bereits Anfang der 90-er Jahre hatte der italienische Reifenkonzern Pirelli am Ende vergeblich versucht, die Mehrheit bei Continental zu übernehmen. Betriebsratsvorsitzender Köhler: "Was das Abwehren von Übernahmen angeht, haben wir gute Erfahrungen."

Die ThyssenKrupp AG hat Berichte über eine angebliche feindliche Übernahme des Reifenherstellers Continental dementiert. Ein Sprecher des Unternehmens sagte am Freitag in Düsseldorf, "da ist nichts dran. Wir führen keine Gespräche mit Conti".



Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×