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03.03.2004

09:33 Uhr

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Isic 21 legt neues Angebot für Herkules vor

VonAndreas Rinke & Thomas Wiede

Die Erfolgsaussichten für den Abschluss des milliardenschweren IT-Projekts der Bundeswehr unter dem Namen Herkules haben sich wieder deutlich verbessert. Das Isic-21- Konsortium hat nach Informationen des Handelsblattes Ende vergangener Woche ein neues, verbessertes Angebot vorgelegt.

Die elektronische Ausrüstung der Bundeswehr stammt zum Teil noch aus der Zeit der NVA . Foto: dpa

Die elektronische Ausrüstung der Bundeswehr stammt zum Teil noch aus der Zeit der NVA . Foto: dpa

BERLIN/DÜSSELDORF. Die Differenz zwischen den Anforderungen des Bundes und dem Angebot der Industrie liege nur noch "in einem unteren dreistelligen Millionenbereich, unter 200 Mill. Euro", heißt es. Deshalb seien die Verhandlungspartner nun gelassener, was den weiteren Verlauf der Gespräche angeht, berichten informierte Kreise: "Der Ball liegt nun im Feld des Bundes."

Vor allem durch die Einigung bei dem Maut-Projekt sei der Druck auf beide Seiten enorm gestiegen, das rund 6,6 Mrd. Euro teure Outsourcing-Projekt zu einem positiven Abschluss zu bringen. Herkules umfasst die Erneuerung der kompletten Kommunikationsinfrastruktur der Bundeswehr. Zum Konsortium Isic 21 gehören CSC Ploenzke, der Rüstungskonzern EADS sowie Mobilcom. Der Bund soll die Hälfte der Anteile an Herkules behalten. Kommt es nicht zu einer Einigung mit Isic 21, muss der Bund mit dem zweiten Bewerberkonsortium aus Siemens, IBM und Deutscher Telekom verhandeln.

Weder die Bundeswehr noch die beteiligten Unternehmen wollten zum Stand der Gespräche Stellung beziehen. Beobachter rechnen jedoch damit, dass sich die Verhandlungen dem Ende nähern. In einigen wichtigen Fragen wie zum Beispiel der Haftung bestehe inzwischen Einigkeit: Jetzt gehe es noch darum, die genauen Leistungen zu bestimmen, die von den Industriepartnern bei Herkules erbracht werden sollen. Das wird nach Einschätzung von Kennern des Projekts nicht einfach: Durch die zeitliche Verzögerung bei Herkules sei die ursprünglich geplante IT-Ausstattung heute zum Teil technisch überholt

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