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09.01.2007

10:10 Uhr

Islamischer MBA

Bedarf wächst

Der Bedarf nach MBA-Absolventen, die mit islamischen Normen vertraut sind, wird immer größer, meldet die Financial Times Deutschland. Gesucht würden Experten, die sich sowohl im Finanzmarkt als auch mit den Grundsätzen der islamischen Scharia auskennen.

Besonderheiten des islamischen Finanzwesens liegen vor allem in den Bereichen, in die investiert werden darf. Verboten sind etwa Schweinefleisch, Glücksspiel, Waffenhandel und Hotels, in denen Alkohol ausgeschenkt wird.

"Der MBA kann wichtig sein als ein akademischer Grad, der Managern wichtige Fähigkeiten verleiht", sagt Rushdi Siddiqui, Direktor beim Dow Jones Islamic Market Index, im Gespräch mit der Financial Times Deutschland. "Aber die Leute müssen den Charakter dieses besonderen Bereichs erkennen, zum Beispiel, dass Kernbestandteil ihrer Arbeit die Zusammenarbeit mit Scharia-Gelehrten ist."

Laut Siddiqui müssten islamische Banken zur Realisierung eines entsprechenden MBA-Programms "innovative Maßnahmen" ergreifen. Dazu zählten auch großzügige Spenden, mit denen an westlichen Business Schools Lehrstühle für islamisches Finanz- und Bankwesen eingerichtet werden könnten. Ein erster möglicher Schritt wäre auch ein EMBA-Programm, bei dem Mitarbeiter einer islamischen Bank eine Auszeit nehmen und ihren EMBA an einer US-amerikanischen Hochschule erwerben könnten.

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