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02.01.2002

15:01 Uhr

Islamistenzelle wurde ausgehoben

Aserbaidschan verhindert geplanten Anschlag auf US-Botschaft

Die Sicherheitsbehörden von Aserbaidschan haben nach eigenen Angaben einen Anschlag islamistischer Extremisten auf die US-Botschaft in Baku verhindert.

dpa MOSKAU. Sechs Aktivisten der internationalen Fundamentalistenpartei Hisb-ut-Tahrir seien verhaftet worden, teilte das Ministerium für nationale Sicherheit am Mittwoch mit. Das Ministerium nannte die 1953 gegründete Partei, die von westlichen Experten als gemäßigt fundamentalistisch eingestuft wird, eine Terrororganisation.

Die verhafteten Männer hätten die Botschaft sowie Vertretungen internationaler Einrichtungen ausgespäht, meldete die Agentur Itar- Tass. Außerdem seien bei ihnen Anleitungen zum Bau von Bomben mit besonders großer Zerstörungskraft und extremistische Literatur gefunden worden. Fünf der Verhafteten waren Aserbaidschaner, einer komme aus der Ukraine. Der Anführer der mutmaßlichen Terrorzelle, ein Usbeke, sei geflohen, teilte das Ministerium mit.

Die Partei Hisb-ut-Tahrir wurde den Angaben zufolge 1953 im Nahen Osten gegründet. In den 1990er Jahren agitierten ihre Anhänger unter anderem in den früheren Sowjetrepubliken in Zentralasien für die Errichtung islamischer Gottesstaaten. In Usbekistan wurden im Juni des vergangenen Jahres 23 Männer verurteilt, die angeblich zur Hisb-ut-Tahrir gehörten und einen Umsturzversuch geplant hatten.

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