Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.07.2000

17:10 Uhr

Israelisches Volk wird Abkommen mit Palästinensern annehmen

Barak: Wahl Katzavs hat keine Auswirkungen auf Friedensprozess

Im israelischen Rundfunk kündigte Barak an, er werde mit Katzav zusammenarbeiten.

afp JERUSALEM. Die Wahl des rechtsgerichteten Oppositonspolitikers Mosche Katzav zum neuen israelischen Präsidenten wird nach Meinung von Regierungschef Ehud Barak keine Auswirkungen auf den Friedensprozess im Nahen Osten haben. Er habe Katzav gratuliert, dessen Wahl habe aber keinerlei "Beziehung" zur Regierung oder dem Friedensprozess, sagte Barak am Montag dem US-Nachrichtensender CNN. Im israelischen Rundfunk kündigte Barak an, er werde mit Katzav zusammenarbeiten. Die Regierung werde ihre Arbeit ganz normal fortführen, es gebe keinen Grund für Neuwahlen, betonte Barak.

Nach dem gescheiterten Nahost-Gipfel in Camp David seien nun die Palästinenser am Zug, betonte Barak im CNN-Interview. Ein US-Vermittler werde "in einigen Wochen" in der Region erwartet. Im Parlament werde er die nächsten Monate keine Mehrheit für den Frieden haben, räumte Barak ein. Bei den Wahlen im vergangenen Jahr habe er aber wegen seiner angekündigten Friedenspolitik einen Erdrutsch-Sieg eingefahren. Das israelische Volk werde ein Abkommen mit den Palästinensern annehmen, auch wenn es "schmerzlich" sein sollte, solange es den Konflikt mit ihnen beende.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×