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21.02.2002

07:57 Uhr

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Israels Armee rückt erstmals nach Gaza vor

Dort sprengten die Soldaten die Sendeanlage des palästinensischen Rundfunks. Wieder gab es bei den Auseinandersetzungen mehrere Tote.

dpa GAZA/JERUSALEM. Die israelische Armee ist erstmals seit Ausbruch des palästinensischen Volksaufstandes vor 17 Monaten in die Stadt Gaza vorgerückt. Dort sei die Sendeanlage des palästinensischen Rundfunks und Fernsehens gesprengt worden, teilte der israelische Rundfunk am Donnerstagmorgen mit. Nach palästinensischen Angaben sind bei den israelischen Militäraktionen im Gazastreifen und im Westjordanland insgesamt fünf Palästinenser getötet worden.

Israels Ministerpräsident Ariel Scharon will nach Rundfunkangaben in der Nacht zum Freitag eine Erklärung zur Sicherheitslage abgeben. Außerdem wolle er Ägyptens Staatschef Husni Mubarak bitten, Druck auf Palästinenserpräsident Jassir Arafat auszuüben.

Der Armeeeinsatz folgte wenige Stunden nach dem Beschluss des Kabinetts, noch härter gegen militante Palästinenser in den autonomen Gebieten vorzugehen. Radio Israel berichtete, Infantriesoldaten seien unterstützt von Panzern und Planierraupen in den südlichen und östlichen Gazastreifen eingerückt und außerdem bis zum Flüchtlingslager Beach-Camp in der Stadt Gaza vorgedrungen.

Nach Sprengung der Sendeanlage sei die Übertragung des palästinensischen Fernsehens unterbrochen worden. Aus den Lautsprechern der Moscheen seien die Palästinenser zum Widerstand aufgerufen worden. Außerdem hätten Kriegsschiffe wieder Ziele im Gazastreifen beschossen.

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