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23.01.2008

15:01 Uhr

IT-Branche

Techfirmen wachsen auch in der Krise

VonJens Koenen

Die Kurse der großen IT-Konzerne sind volatil, eine drohende Rezession sorgt für weitere Unsicherheit in der Branche. Nach Ansicht von Marktforschern wird der amerikanische und europäische IT-Markt jedoch in diesem Jahr um mindestens 5 Prozent wachsen - krisenfeste Software-Trends sollen die Umsätze anfachen.

Virtualisierung und neue Internettechnologie sind die Wachstumstreiber der Branche. Foto: Archiv

Virtualisierung und neue Internettechnologie sind die Wachstumstreiber der Branche. Foto: Archiv

DAVOS. Die Kurseinbrüche an den Weltbörsen sowie die wachsende Sorge vor einer Rezession in den USA wird sich nach Ansicht von Marktforschern kaum auf die IT-Industrie auswirken. "Der IT-Industrie steht ein gutes Jahr 2008 bevor", sagte George F. Colony, der Chef des Marktforschers Forrester Research, dem Handelsblatt am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Colony prognostiziert für den amerikanischen und den europäischen IT-Markt für das laufende Jahr ein Wachstum von jeweils fünf Prozent, in Asien sollen es sogar 17 Prozent werden.

Die drohende Rezession sorgt derzeit bei Investoren und Analysten im Bereich Informationstechnologie für eine große Unsicherheit. Die Kurse der großen IT-Konzerne sind derzeit sehr volatil, weil viele negative Folgen für die IT-Investitionen der Unternehmen fürchten. Viele erinnern sich noch an das Platzen der Internetblase vor sieben Jahren. Damals hatten sich Unternehmen wie IBM, Oracle oder SAP selbst als relativ resistent gegen die wirtschaftliche Schwächen erklärt, da die Unternehmen gerade in Krisen in moderne Technologie investieren müssten, um ihre Effizienz zu steigern. Ganz ähnlich argumentieren die IT-Riesen auch in der aktuellen Krise.

In den Augen von Forrester-Chef Colony unterscheidet sich die derzeitige Situation allerdings deutlich von der vor sieben Jahren. "Damals gab es eine gewaltige Überinvestition in IT. Alleine in den USA waren es 60 Milliarden Dollar, weltweit gut 100 Milliarden. Dieses Mal haben wir dagegen IT-Budgets, die in den letzten Jahren nur moderat gewachsen sind", sagte Colony. Wachstumstreiber seien die neuen Möglichkeiten des Internet, Trends wie internetbasierte Software, aber auch neue Technologien bei der Hardware. Vor allem die so genannte Virtualisierung - auf einem Netzwerkrechner werden mehrere Rechner für verschiedene Betriebssysteme und Aufgaben simuliert - werde die Umsätze anfachen.

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