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15.06.2000

15:27 Uhr

dpa PALO ALTO. Sun Microsystems, der wichtigste Hersteller von Server-Computern für das Internet, will mit einer neuen Strategie den milliardenschweren Markt für Massenspeicher ins Visier nehmen. Das kalifornische Unternehmen kündigte am Mittwoch in Palo Alto eine Serie neuer Produkte an, auf der riesige Datenmengen aus dem Internet und firmeninternen Netzen abgelegt werden können. Die neue Strategie umfasst außerdem Software-Produkte für die Verwaltung der gigantischen Datenvolumen sowie Serviceleistungen für die Absicherung der Datennetze.

Im Markt für Massenspeicher wurden nach Angaben von Sun im vergangenen Jahr rund 30 Mrd. $ (rund 60 Mrd.. DM) umgesetzt. Das Marktforschungsinstitut IDC habe ein Umsatzwachstum um 16 Mrd. bis zum Jahr 2003 auf dann 46 Mrd. $ prognostiziert. Marktführer ist bislang der Massenspeicher-Spezialist EMC Corp. (Hopkinton/Massachusetts). Allerdings drängen auch Computerkonzerne wie IBM, Compaq, HP und Dell in das Geschäft mit so genannten Hochverfügbarkeitsspeichern, die große Datenmengen schnell zur Verfügung stellen können.

Sun Microsystems setzt vor allem auf sein neues System StorEdge T3 ("Purple"), das aus einem Set mehrerer Festplatten in der Größe eines herkömmlichen Personal-Computers besteht. Das System kann bis zu 88 Terabyte (über 96 Billionen Zeichen) speichern. "Es handelt sich um einen Markt im Umfang von mehreren Mrd. Dollar für Sun. Und wir werden dort voraussichtlich die kommenden Jahre am stärksten wachsen", sagte Sun-Präsident Ed Zander.

Das 1982 vom Deutschen Andreas von Bechtolsheim an der kalifornischen Elite-Universität Stanford mitbegründete Unternehmen (SUN Stanford University Network) hat in den vergangenen zehn Jahren vor allem gute Geschäfte mit Server-Computern gemacht, die unter dem selbst entwickelten Unix-System Solaris laufen. Seit 1995 ist Sun die treibende Kraft für die Verbreitung der Programmiersprache Java, mit der Sun die Vormachtstellung des Softwarekonzerns Microsoft brechen will.

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