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29.01.2002

22:20 Uhr

IWF-Hilfe soll Zentralbankreserven stärken

Duhalde will am Samstag neuen Sanierungsplan vorstellen

Der argentinische Präsident Eduardo Duhalde will am Samstag sein angekündigtes Programm zur Sanierung der am Boden liegenden Wirtschaft vorstellen.

afp BUENOS AIRES. Er werde damit einen Weg zur Bewältigung der Krise aufzeigen, sagte Duhalde am Dienstag in seiner drei Mal wöchentlich ausgestrahlten Radiosendung "Gespräche mit dem Präsidenten". Der Plan zur Sanierung des Staatshaushaltes werde die Blockade der Wirtschaft sowie das Einfrieren von Bankkonten beenden. "Wir sind nicht pleite. Wir sind ausgebrannt", sagte Duhalde. Die Bevölkerung, die weiterhin gegen die Einschränkung des Zugangs zu ihren Bankguthaben protestiert, forderte er zur Unterstützung seiner Pläne auf. Der Erfolg des Sanierungskonzeptes entscheidet auch über weitere internationale Hilfe und Kreditzusagen.

Die zugesagten Gelder des Internationalen Währungsfonds (IWF) will die Regierung in Buenos Aires zur Stärkung der Zentralbankreserven einsetzen. Zudem solle es dazu dienen, einen frei schwebenden Wechselkurs des Peso zu ermöglichen, erklärte der stellvertretende argentinische Finanzminister Jorge Todesca. Die Hilfe des IWF wird sich nach Schätzungen auf 15 bis 20 Mrd. Dollar (17,3 bis 23,3 Mrd. ?/34 bis 45,5 Mrd. DM) belaufen. Anfang Januar hatte die Regierung für eine Übergangszeit von etwa 90 Tagen einen doppelten Wechselkurs eingeführt. Die Peso-Dollar-Anbindung wurde aufgehoben. Der Tauschwert des Peso wird nun jeden Tag neu festgelegt. Für den Außenhandel gilt ein fester Wechselurs von 1,40 Peso für einen Dollar. Der IWF fordert eine vollständige Aufhebung fester Wechselkurse.

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