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14.01.2003

08:52 Uhr

Jahresdurchschnitt bei 1,3 Prozent

Jahresteuerung im Dezember bei 1,1 Prozent

Die Inflation in Deutschland ist im Dezember auf dem niedrigen Niveau des Vormonats geblieben. Die Jahresteuerungsrate habe im Dezember wie schon im November nach endgültigen Berechnungen bei 1,1 % gelegen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit.

Reuters BERLIN. Von November auf Dezember seien die Verbraucherpreise um 0,1 % gestiegen, nachdem sie im Vormonat um 0,4 % gesunken waren. Damit bestätigten die Statistiker ihre vorläufigen Berechnungen von Mitte Dezember. Im Jahresdurchschnitt 2002 sank die Jahresteuerung mit 1,3 % auf den niedrigsten Stand seit 1999. 2001 hatte die Inflation 2,5 %, 2000 1,9 % betragen.

"Wir haben bei der Inflation weiter sehr stabile Verhältnisse in Deutschland", sagte Manfred Kurz, Volkswirt bei der Bayerischen Landesbank. Sollte es im Jahresverlauf zu einer wirtschaftlichen Erholung kommen, werde die Inflationsrate in diesem Jahr auf durchschnittlich rund 1,5 % steigen, prognostiziert er. Ein großer Unsicherheitsfaktor in allen Prognosen sei allerdings der Irak-Konflikt und damit der Ölpreis.

Preise steigen im Westen schneller

Die Lebenshaltung verteuerte sich im Osten Deutschlands im Jahresschnitt mit 1,1 erneut langsamer als im Westen, wo die Preise um 1,4 % stiegen. Von November auf Dezember veränderten sich die Verbraucherpreise in den neuen Ländern nicht, während sie in den alten Bundesländern um 0,2 % stiegen.

Ohne Mineralölerzeugnisse hätte die Jahresinflationsrate im Dezember in Gesamtdeutschland lediglich 0,6 % betragen - so verteuerten sich leichtes Heizöl um gut zwölf Prozent und Kraftstoffe um knapp zehn Prozent. Lebensmittel und alkoholfreie Getränke wurden dagegen um ein Prozent billiger, Gemüse sogar fast neun Prozent.

Inflationsanstieg im Januar wegen der Ökosteuer

Die Erhöhung der Ökosteuer wird sich nach Ansicht der Experten in einem Anstieg der Lebenshaltungskosten im Januar bemerkbar machen. "Die Ökosteuer alleine wird die Verbraucherpreise von Dezember auf Januar um 0,4 oder 0,5 % ansteigen lassen", sagte Kurz. Weil jedoch die Preise zum Jahreswechsel 2001/2002 wegen des schlechten Wetters, Steuererhöhungen und der Euro-Bargeldeinführung besonders deutlich gestiegen waren, werde die Jahresinflationsrate im Januar wohl unter ein Prozent sinken.

Während die Inflation in Deutschland seit Monaten relativ niedrig ist, steigen die Preise in einigen Ländern der Euro-Zone deutlich schneller. Deshalb blieb die Inflationsrate im gesamten Währungsgebiet bisher über der EZB-Obergrenze von 2 %.

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