Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.02.2003

12:55 Uhr

Jahresüberschuss gesteigert

Beiersdorf will Dividende erhöhen

Der Hamburger Kosmetikhersteller Beiersdorf will seinen Aktionären für das vergangene Geschäftsjahr eine erhöhte Dividende zahlen.

Reuters HAMBURG. Der Vorstand habe für das Jahr 2002 eine Dividende in Höhe von 1,40 Euro pro Aktie empfohlen, teilte die Beiersdorf AG am Donnerstag in Hamburg mit. Für das Jahr davor hatte der "Nivea"-Hersteller seinen Anteilseignern 1,30 Euro je Aktie gezahlt. Der Dividenden-Vorschlag des Vorstands muss noch vom Aufsichtsrat und der Hauptversammlung abgesegnet werden.

Das Unternehmen konkretisierte ferner seine bereits Mitte Januar bekannt gegebenen vorläufigen Geschäftszahlen für 2002. Danach steigerte Beiersdorf trotz der anhaltenden Konsumflaute seinen Jahresüberschuss auf 290 (Vorjahr: 285) Millionen Euro. Der Betriebsgewinn (Ebit) erhöhte sich auf 472 (466) Millionen Euro, der Konzernumsatz auf 4,742 (4,542) Milliarden Euro. Zum Anstieg des betrieblichen Ergebnisses vor Zinsen und Steuern habe die Sparte cosmed mit 411 Millionen Euro, die Sparte medical mit 35 Millionen Euro und die Sparte tesa mit 26 Millionen Euro beigetragen.

Angaben zu einer möglicherweise bevorstehenden Veränderung im Aktionärskreis machte das Unternehmen nicht. Seit längerem wird spekuliert, dass sich entweder der US-Konsumgüterhersteller Procter & Gamble oder der französische Kosmetikkonzern L'Oreal an dem Traditionsunternehmen beteiligen könnten. Ende Oktober hatte Reuters aus Branchenkreisen erfahren, dass Procter & Gamble neben Verhandlungen mit dem größten Beiersdorf-Gesellschafter Allianz auch Gespräche mit Tchibo geführt hat. Die mit 30,1 Prozent an dem Kosmetikunternehmen beteiligte Tchibo-Holding hatte allerdings ebenfalls Interesse an einer Aufstockung ihrer Anteile bekundet. Man wolle aber nur zu einem "vernünftigen" Preis zukaufen, hatte Tchibo dabei mehrfach erklärt.

Begehrt ist Beiersdorf vor allem wegen seiner hohen Profitabilität und der internationalen Ausrichtung. So kann die anhaltende Konsumschwäche in Deutschland derzeit mit im Ausland erzielten Erlösen aufgefangen werden. Der Konzern stützt sich auf zehn Markenfamilien, dazu gehören unter anderem Nivea, Tesa, Hansaplast und Labello.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×