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21.01.2003

17:10 Uhr

"Jetzt helfe ich Firmen, sich zu schützen"

Hackerlegende Mitnick geht erstmals wieder online

Jahrelang musste der Computerhacker Kevin Mitnick die Finger von der Tastatur lassen, ein Internet-Zugang war für ihn tabu. Nun darf er wieder ran - ein Ereignis von so großer Bedeutung für die Szene, dass sogar das Fernsehen live dabei ist.

HB/dpa WASHINGTON. Der legendäre Computerhacker Kevin Mitnick geht erstmals wieder online. Nach Ablauf seiner Bewährungszeit am Montag darf der 39-Jährige nun wieder einen Computer benutzen. Um das Ereignis gebührend zu zelebrieren, wollte der amerikanische Fernsehsender TechTV am Dienstagabend (Mittwoch MEZ) Mitnicks erste Internetversuche seit Jahren live zeigen.

Mit dabei in der Sendung sind zwei weitere Computer- und Internetgrößen: der Gründer der Musiktauschbörse Napster, Shawn Fanning, und der Mitbegründer von Apple-Computer, Steve Wozniak. Mitnick kündigte an, er wolle nun Firmen helfen, sich gegen Hacker zu schützen.

Mitnick war Anfang der 90er Jahre wegen mehrerer spektakulärer Einbrüche in Computersysteme des Militärs und großer US-Konzerne als "meist gesuchter Krimineller der USA" gejagt worden. Er brach in die Firmennetze von Motorola, Novell, Nokia, Sun und anderen Unternehmen ein. Drei Jahre lang führte er die US-Bundespolizei FBI an der Nase herumAnfang 2000 war er nach Verbüßung einer fünfjährigen Haftstrafe auf Bewährung freigelassen worden, allerdings nur unter der strengen Auflage, kein Computer und kein Handy anzurühren.

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