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23.06.2000

16:43 Uhr

John Leahy glaubt, dass die modifizierte Version des Klassikers bei Fluggesellschaften nicht ankommen wird

Airbus-Verkaufsdirektor hält Langversion der Boeing 747 für keine Bedrohung

Airbus-Verkaufsdirektor und Vizechef John Leahy sieht in der verlängerte Version der Boeing 747, die als Alternative für das Großraumflugzeug Airbus A3XX geplant wird, keine echte Konkurrenz.

Reuters PARIS. "Der 747X wird von den Fluggesellschaften nicht ernsthaft in Erwägung gezogen", sagte Leahy am Freitag in Paris der Nachrichtenagentur Reuters am Rande der Pressekonferenz zum Verkaufsstart des A3XX.
Der 747X sei eine modernisierte Version eines 30 Jahre alten Modells, und die potenziellen Käufer würden darauf entsprechend reagieren, sagte Leahy. Dagegen habe Airbus mit seinen Partnern bereits jetzt mehr Geld in die Entwicklung des A3XX investiert als in irgend ein anderes Verkehrsflugzeug.

Leahy bezifferte die Aufwendungen auf bisher 600 Mill. Euro (rund 1,2 Mrd. DM). Bis Ende des Jahres dürfte diese Summe auf eine Milliarde Euro (1,95 Mrd. DM) steigen. Insgesamt soll die Entwicklung des A3XX schätzungsweise zwölf Mrd. Euro kosten.

Das 555-sitzige Großraumflugzeug wird nach Airbus-Angaben im Unterhalt 15 bis 20 % weniger kosten als die Boeing 747-400. Boeing-Vizechef Sedik Belyamani hatte Anfang Juni erklärt, die Nachfrage unter den Fluglinien nach der 747X sei gut. Dem Airbus-Konsortium liegen nach eigenen Angaben für den A3XX bislang Interessensbekundungen von fünf Fluggesellschaften für insgesamt 52 Maschinen vor. Leahy rechnet mit weiteren Zusagen auf der Luftfahrtausstellung im britischen Farnborough, die am 24. Juli beginnt.

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