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28.01.2003

13:20 Uhr

Joint Venture mit Autohersteller SAIC

Volkswagen stellt Wachstums-Weichen in China

Der Volkswagen-Konzern stellt in China die Weichen für weiteres Wachstum und will die Produktion in einem seiner Gemeinschaftsunternehmen 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent steigern.

Reuters SCHANGHEI. Europas Marktführer eröffnete auf dem für ihn inzwischen zweitgrößten Automobilmarkt der Welt am Dienstag nahe Schanghai zusammen mit chinesischen Partnern ein neues Getriebewerk. Die für 120 Millionen Euro errichtete Fabrik soll den Angaben zufolge Fünf-Ganggetriebe für die Modelle Bora und Polo herstellen. In einer ersten Ausbaustufe hat das Werk eine Jahreskapazität von 180 000 Einheiten. Mittelfristig sei eine Erhöhung der Kapazität auf 300 000 Stück geplant, teilte VW-Produktionsvorstand Folker Weißgerber mit.

VW-Partner Shanghai Automotive Industry Corp (SAIC) kündigte bei dieser Gelegenheit an, die Fahrzeugproduktion in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Volkswagen gegenüber 2002 um 18 Prozent auf 330 000 Stück zu steigern. Das Joint Venture mit Chinas zweitgrößtem Autohersteller SAIC, die Shanghai Volkswagen Automotive Co Ltd, hat vor Kurzem damit begonnen, das neue Modell Gol zu produzieren. Der Gol soll nach bisheriger Planung weniger als 10 000 Euro kosten und neben China auch auf den Philippinen, nach Taiwan und Japan verkauft werden.

"Der Preis für den Gol soll sich auf rund 80 000 Yuan (knapp 9000 Euro belaufen", sagte Chen Xianglin, Chairman des chinesischen VW-Partners SAIC, der Nachrichtenagentur Reuters. Der endgültige Preis müsse aber noch festgelegt werden. In China, dem am schnellsten wachsenden Automarkt der Welt, kontrollieren die Joint-Ventures von Volkswagen rund 40 Prozent des Pkw-Marktes. Im vergangenen Jahr steigerte VW seine Auslieferungszahl an chinesische Kunden im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent auf 511 000 Fahrzeuge.

An dem Getriebewerk hält VW nach eigenen Angaben mit 60 Prozent erstmals die Mehrheit an einem Produktions-Joint-Venture in China. Die SAIC und Chinas führender Autohersteller First Automotive Works (FAW) sind mit je 20 Prozent beteiligt.

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