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26.01.2001

18:35 Uhr

Joint Venture von Lufthansa und Springer setzt auf Musicals und Kurzreisen

Reiseportal will an den Neuen Markt

Das gemeinsame Freizeitportal des Verlagshauses Axel Springer, der Deutschen Entertainment AG und der Lufthansa-Tochter Start Amadeus strebt in der zweiten Jahreshälfte 2001 an den Neuen Markt der Deutschen Börse.

hz HB FRANKFURT/M. Das Joint Venture soll unter verändertem Namen als Freizeitmarke an die Wachstumsbörse gebracht werden, wie Raoul Hille, der neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Start Amadeus GmbH am Firmensitz Bad Homburg sagte. Er schätzte den Börsenwert auf einen "hohen dreistelligen Euro-Millionenbetrag".

Das in Deutschland dominierende Reisevertriebssystem Start Amadeus kündigte zugleich eine strategische Neuausrichtung an. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa will sich künftig stärker direkt an Firmenkunden und Endverbraucher wenden sowie das Auslandsgeschäft ausweiten, im laufenden Jahr sollen weitere strategische Partnerschaften geknüpft werden.

Eine wichtige Weichenstellung für den Ausbau des Auslandsgeschäfts ist Start Amadeus bereits gelungen: Zusammen mit dem spanischen Gesellschafter Amadeus Global Travel Distribution S.A. wird die Firma ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, um künftig global Dienstleistungen für die Tourismusbranche anzubieten. Lange Zeit hatten sich die beiden Gesellschafter Lufthansa (66 %) und Amadeus (34 %) gegen eine weitere Internationalisierung gesträubt. Das Unternehmen müsse jedoch auf den zunehmenden Direktvertrieb sowie die Internationalisierung der deutschen Reisekonzerne reagieren. In Deutschland hat Start Amadeus einen Marktanteil von 85 % bei den Reisebüros, der Auslandsumsatz macht dagegen bisher weniger als ein Zehntel aus.

Für das Jahr 2000 stellt Start Amadeus ein positives Ergebnis in Aussicht, das aber unter dem Vorjahreswert liegen werde. 1999 betrug der Vorsteuergewinn 65,5 Mill. DM. Vorlaufkosten für den Börsengang, die neue Zentrale in Bad Homburg sowie die schwachen Besucherzahlen der Expo und hätten 2000 ihre Spuren hinterlassen. Der Umsatz werde dagegen wieder in der Größenordnung des Vorjahres von 350 Mill. DM liegen.

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