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16.01.2002

17:42 Uhr

vwd NEW YORK. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) ermäßigt sich um 1,2 Prozent bzw. 118,39 Punkte auf 9 805,76 Punkte. Der S&P-500-Index verliert 0,9 Prozent bzw. 10,72 Zähler auf 1 135,47. Der Nasdaq-Composite-Index reduziert sich um 1,8 Prozent bzw 36,31 Stellen auf 1 964,60.

Den 1 545 Kursverlierern stehen bisher 941-gewinner gegenüber. Im Sog von enttäuschenden Prognosen einiger wichtiger US-Unternehmen komme es verstärkt zu Verkäufen, erklärt ein Beobachter den Handelsverlauf.

Die vor Sitzungsbeginn mitgeteilten US-Konjunkturdaten hätten angesichts der schlechten Börsenstimmung keine nachhaltige Wirkung auf die Märkte. Dabei wurden die Daten als "leicht besser als erwartet" beurteilt. Besonders der Abbau der Lagerbestände sei positiv. Interessanter sei jedoch das Beige-Book, das am Abend veröffentlicht wird, heißt es.

Insbesondere bei den Halbleiterwerten gibt es deutliche Abschläge, nachdem der Ausblick von Intel für das laufende Quartal die Marktteilnehmer enttäuscht hat. Der Gewinn im vierten Quartal habe zwar den Erwartungen entsprochen, doch die Vorgabe eines unveränderten bis um über acht Prozent gesunkenen Umsatzes für das erste Quartal sei enttäuschend, heißt es. Intel geben 1,2 Prozent auf 34,27 USD nach.

Die Technologietitel an der Nasdaq werden zudem von dem Ausblick von Ebay belastet. Auch Ebay hatte am Vortag nach US-Börsenschluss Zahlen mitgeteilt. Die Papiere verlieren 4,2 Prozent auf 61,32 USD.

Juniper Networks stehen nach Mitteilung ihrer Zahlen ebenfalls unter Abgabedruck. Vor allem das Ausmaß des Geschäftsrückgang habe hier negativ überrascht. Einige Analysten reagierten darauf mit kritischeren Einschätzungen. Aktuell büßen Juniper um 2,1 Prozent auf 17,58 USD ein. Die Titel der Internetdienstleister gehören am Mittwoch zu den schwächsten Branchen. Auch Earthlink ermäßigen sich um 12,6 Prozent auf 10,52 USD, nachdem die Analysten von Goldman Sachs die Erwartungen für das Jahr 2002 mit Blick auf die Konkurrenz gesenkt hat.

Die Finanztitel zeigen sich von den vorgelegten Zahlen von JP Morgan belastet. Das Institut hatte mit seinem Gewinn je Aktie von 0,12 USD die Erwartungen des Marktes deutlich unterschritten und wird dafür mit einem Abschlag von 2,4 Prozent zu 36,96 USD verkauft. Als Grund verwies das Unternehmen auf die Entwicklungen um Enron sowie die Situation in Argentinen. Auch die anderen Finanzwerte können sich den Vorgaben nicht entziehen, so geben Citigroup 1,5 Prozent auf 48,99 USD nach, American Express reduzieren sich um 2,1 Prozent auf 36,95 USD.

Auf der Gewinnerseite finden sich die Titel aus der Unterhaltungs- und Casinobranche. Harrah's Entertainment klettern um 4,3 Prozent auf 40,90 USD. Das Unternehmen hatte mit seinem Ergebnis den Marktes positiv überrascht. Station Casino erhöhen sich um 9,3 Prozent auf 12,68 USD, hier hatten sich Analysten positiv zu dem Wert geäußert.

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