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03.01.2001

12:05 Uhr

Jüngster Fall plötzliche Umsatz- und Gewinnwarnungen ist Intershop

Falsche Unternehmensprognosen erschüttern Vertrauen in Neuen Markt

Die Flut von Gewinn- und Umsatzwarnungen am Neuen Markt in den vergangenen Monaten hat nach Meinung von Analystin Wiebke Hagen das Vertrauen von Analysten und Anlegern in das Wachstumssegment erschüttert.

dpa-afx FRANKFURT. Die Expertin der Conrad Hinrich Donner Bank sagte am Mittwoch, bei den großen Anlegern sei nun auch das Vertrauen in die großen Werte des Neuen Marktes geschwunden. "Solange das nicht wieder hergestellt ist, werden gerade auch die großen Anleger sehr viel vorsichtiger mit ihrem Geld umgehen", sagte die Analystin und prognostizierte magere Börsenzeiten.

In den vergangenen Wochen hatte eine Reihe einstiger Börsenstars am Neuen Markt mit plötzlichen Umsatz- und Gewinnwarnungen die professionellen Anleger irritiert. Der bekannteste Fall ist der von EM.TV , der jüngste Fall ist Intershop . Die Aktie des Jenaer Softwareunternehmens hatte am Dienstag nach einer überraschenden Umsatz- und Gewinnwarnung innerhalb eines Tages mehr als 70 % an Wert verloren.

"Bisher hieß es immer, wenn am Neuen Markt investiert wird, dann in die großen Firmen im Nemax 50. Selbst die haben jetzt das Vertrauen der Anleger zerstört, und das ist ein ziemliches Problem", sagte Hagen. Es werde mit Sicherheit einige Monate dauern, um dieses Vertrauen wieder herzustellen. "Da müssen mindestens einmal die Quartalszahlen wieder zuverlässig prognostiziert werden", fügte sie hinzu. Es sei auch keine Alternative, die eigenen Planzahlen grundsätzlich "sehr konservativ" anzusetzen, nur um sie übertreffen zu können.

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